Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 19. (Budapest 1922)
Stach, J.: Apterygoten aus dem nordwestlichen Ungarn
APTERYGOTEN AUS UNGARN. 35 Auch das Abd. IV ist verhältnismässig kurz, denn es ist nur 2 1/2-mal (bei jüngeren Tieren etwa 3-mal) länger als Abd. III. Die dunkel violett gefärbte Hauplform kommt in dem von mir durchforschten Gebiet spärlicher vor als die folgende Varietät. Var. assimilis REUT. Von hellblauer Farbe mit weisslichen Segmenträndern ; bei einigen Exemplaren ist das blaue Pigment schwach entwickelt und das Dorsum in der Mittellinie fast pigmcntlos. Dieser Art begegnete ich viel zahlreicher als den vorigen und im ganzen von mir durchforschten Gebiet. Sie kommt in der Nähe von Wohnungen unter Steinen und Holzslücken vor. Lebt aber auch an grasigen feuchten Stellen und unter der Rinde von Laubbaumstümpfen in weiterer Entfernung von Wohnstätten. * 32. Lepidocyrtus curvicollis BOUKL. Die , von mir als Lepidocyrtus curvicollis BOURL. determinierten ungarischen Exemplare entsprechen ziemlich genau der von dieser Art gegebenen Beschreibung. Die Tiere sind ohne Schuppen von gelblich weisser, seltener rein weisser Farbe (meist junge Individuen) ; wenn sie in Alkohol konserviert noch ihre, sehr leicht abfallenden Schuppen behalten, so ist die Körperfarbe dunkelbraun. Der Kopf ist unten und rings um den Mund schmutzig violett. Zwischen der Basis der Antennen liegt ein schwarzer Fleck, und an der Ansatzstelle jeder Antenne ein schmaler schwarzer Halbring. Ant. I ist bräunlich ; Ant. II ist nur spärlich und fein violett pigmentiert ; etwas mehr pigmentiert ist Ant. III, welche an ihrem distalen Ende einen schmalen, ziemlich scharf gezeichneten, dunklen, rot oder blau violetten: manchmal sogar schwarzvioletlen Ring trägt; Ant. IV ist im ganzen hell violett gefärbt, am dunkelsten an ihrem distalen Ende. Hüften des ersten Beinpaares sind stets schwarzviolett ; auf den Hüften des zweiten Beinpaares tritt das schwarzviolette Pigment gewöhnlich nur von aussen am distalen Ende auf ; noch weniger ist dieses dunkle Pigment am dritten Beinpaare entwickelt, wo es gewöhnlich nur ein kleines Fleckchen bildet. Weitere Teile der Beine, mit Ausnahme der Tibien, sind meist schwach schmutzig violett pigmentiert. Schwarzviolett ist meist auch die äusserste Spitze der Seitenteile des vierten Abdominalsegmentes. Manubrium ähnlich wie die Dentes meist unpigmentiert, dagegen ist der Tubus schwach violett gefärbt. Beim lebenden Tiere ist der ganze Körper mit bräunlichen, kaum irisierenden Schuppen dicht bedeckt, welche ihm das Aussehen einer Tomocerus-Art verleihen. Sie treten stets dichter am hinteren Rande 3*