Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 18. (Budapest 1921)
Poppius, B.; Bergroth, E.: Beiträge zur Kenntnis der Myrmecoiden Heteropteren
MTOMF.COIDE HETEROPTEREN . 71 defîeientibus" trifft nicht zu, denn die Deckflügel sind vorhanden, obwohl sie stark abgekürzt sind. Sie erreichen nur die Basis des Hinterleibes, sind parallel, etwa zweimal länger als breit, punktiert, schwarz, anliegend weisslich behaart, am Knde etwas schief gestutzt ohne Membran und stossen innen der ganzen Länge nach zusammen. Sie stellen somit eine forma brachyptera dar. Dr. HORVÁTH hat mir mitgeteilt, dass diese brachyptere Form mit der von ihm beschriebenen sogen, apteren Form identisch ist, indem er durch ein Versehen bei der Beschreibung die Deckflügelstummel als zum Metanotum gehörig betrachtet hatte. Diese Gebilde sind entschieden als funktionslose Reste der Deckflügel anzusehen. Schon ANNANDALE (Fasciculi Malayenses, Zool., I., p. 245) hat in der Natur die Beobachtung gemacht, dass die Larven der ColobathristidenGattung Phaenacantha „both in shape and movements" den Ameisen der Gattung Oecophylla ähneln. Dasselbe gilt ohne Zweifel auch von den Larven der übrigen Gattungen dieser Familie, denn die Imagines dieser Gattungen sind im grossen und ganzen sehr übereinstimmend gebaut. Auch die brachyptere Form von Trichocentrus gibbosus ist ameisenähnlich und zwar durch den schmalen hochgewölbten Vorderrücken und den am Grunde verschmälerten Hinterleib. Die Ähnlichkeit ist bei lebenden Tieren sicherlich noch mehr auffallend. Gen. et spec, ignota. Larve (letztes Stadium) : Körper langgestreckt, fein und spärlich behaart. Kopf erheblich breiter als lang, dreieckig, vor der Fiihlereinlehkung abschüssig, Hinterkopf oben horizontal mit einer kurzen medianen eingedruckten Längslinie an der Basis, Clypeus etwas erhaben. Augen die Vorderwinkel des Pronotum berührend, nicht gestielt, von oben gesehen länger als breit, von der Seite gesehen rund, Fühler nicht auf einem Höcker sitzend, an ihrer Basis von einem nicht unterbrochenen Chitinringe umgegeben, welcher ein kleines Stückchen vor den Augen und unmittelbar oberhalb einer zwischen der Mitte des Auges und der Clypeusspitze gedachten Linie gelegen ist, erstes Fühlerglied lVa-mal so lang als die Breite des Kopfes, sehr spärlich behaart (die übrigen Glieder fehlen). Pronotum breiter als lang und etwa ein Drittel länger als der Kopf, mässig konvex, weder eingeschnürt noch quer eingedrückt, vor der Mitte ein wenig abschüssig, von der Basis zur Spitze gerundet-verengt, an der Spitze etwas schmäler als der Kopf mit den Augen, an der Basis breiter als dieser, Apical- und Basalrand gerade. Scutotegmen 1 1 Die Flügeldeckenanlagen und das Schildchen sind bei den Hemipterenlarven wenigstens in den früheren Stadien, in eine gemeinsame Platte zusammengewachsen diese Platte nenne ich Scutotegmen .