Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 10. (Budapest 1912)

Jugovics, L.: Kristálytani tanulmányok magyar ásványokon

KRYSTALLOGBAPHISCHE STUDIEN. 315 Die Krystalle haben einen tafelförmigen Habitus, da die herr­schende Form e = 0112 diese Ausbildung mit sich bringt. Die gefundenen Winkelwerthe sind auf pag. 306 des ungarischen Textes mitgetheilt. III. AEAGONIT VON SOMOSKŐ. (Taf. IY.) Herr Prof. Dr. JOSEF KRENNER sammelte vor zwei Jahren für das Ungarische National-Museum schöne Aragonitstufen im Basaltstein­bruche « Macskalyuk » in der Gemeinde Somoskő. Hierdurch angeregt, gelang es mir im Jahre 1911 daselbst ebenfalls einige schöne Stufen zu sammeln, die zu krystallographischen Untersuchungen geeignet waren. Der Aragonit kommt hauptsächlich im westlichen Theile des Stein­bruches in den Hohlräumen und Spalten des Basaltes vor und zwar als kugelige Secretion oder auf einer weissen oder gelblichen Calcit­oder Aragonitkruste. Oft sitzen die Aragonitkrystalle strahlig auf einer solchen gelben Calcitkugel und scheinen daher selbst gelb zu sein, obwohl es nur die Farbe der durch die wasserklaren Krystalle durch­scheinenden Grundsubstanz ist. Die Hohlräume, in welchen die Krystalle gefunden werden, sind von verschiedener Grösse und ihre Wände sind dicht mit Aragonit belegt. Ich untersuchte 32 Krystalle, worunter 11 einfache Krystalle und 21 Zwillinge waren. Die Grösse der Krystalle ist verschieden, am häufigsten sind die 1—3 mm. langen und 0*5—2 mm. dicken; seltener sind die 6—9 mm. langen und 0"5 —1 mm. dicken Krystalle. Die Krystalle sind nach der r-Achse gestreckt und nur an einem Ende ausgebildet. Nur an einem Krystalle fand ich ein steiles Dorna gegen das negative Ende der c'-Achse geneigt. Gewöhnlich sind sie wasserklar, durchsichtig, nur selten findet man solche, die mit einer feinen, weissen Kruste belegt sind. Man kann je nach der Grösse und Ausbildung der Flächen nadel­und säulenförmige Krystalle unterscheiden. Bei den nadeiförmigen Krystallen ist gewöhnlich das Prisma (110) und die Endfläche (010) durch schmale, langgedehnte Flächen vertreten, während am Ende des Krystalls das Dorna /i(Oll) und häufig die Pyra­mide ptlll) entwickelt sind. Häufiger aber kommen solche nadeiförmige Krystalle vor, wo statt den Prismentlächen die zur Hauptreihe ge­hörige spitze Pyramide erscheint. Diese Pyramiden sind gebogen und daher nicht bestimmbar.

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