Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 10. (Budapest 1912)

Becker, T.: Chloropidae. Eine monographische Studie

CHLOROPIDJE. 131 selbst nach der Form und Beborstung des Schildchens sehr wohl unter­schieden werden können. Das Schildchen von Discogastrella ist halb­kreisförmig, gewölbt, stark rauh gekörnt und hat bis zu acht meist auf kleinen Warzenhöckern stehende kurze Borsten. ENDERLEIN bat bei Charakterisierung seiner Gattung grossen Wert gelegt auf die Form und Färbung des Hinterleibes, der an der Wurzel flach gedrückt und hell gefärbt ist. Hierbei ist jedoch zu erwähnen, das letzteres Merkmal kein der Gattung Discogastrella alleine angehöriges ist, dass wir diese Hinter­leibsbildung vielmehr auch bei verwandten Gattungen, bei Gaurax Ew., Pentanotaulax END., Mer oscinis MEIJERE und Tricimba LIOY wieder­finden und Anklänge an die hellere Hinterleibsbasis sogar an unseren paläarktischen Oscinellinen wahrnehmen können. Ich rechne zu Disco­gastrella die Arten: disci uentris, flavitarsis und trigonalifrons ; die Art Grünbergi stelle ich wegen des gefurchten Bückenschildes zu Pentano­taulax, die Arten flciviceps und salebrosa zu Gaurax. Die Gattung Choryphisoptron ENDERL., die sich nur durch das Fehlen eines medianen Gesichtskieles von Discogastrella unterscheiden soll, ist nach Analogie früherer Gattungsdeutung nur Synonym von letzterer Gattung. Desgleichen kann man die Gattung Loxobathmis ENDERL. wegen der etwas schrägen Stellung der hinteren Querader alleine nicht von Discogastrella trennen. Tricimba LIOY. (pag. 207). Von den sieben Arten, welche ENDERLEIN als Tricimba behandelt hat, gehört die erste Art longiventris mit ihrem ganz abweichenden Habitus einer besonderen Gattung an, die ich Enclerleiniella genannt habe. Die zweite Art bisulcata ist in unserem Sinne auch keine Tri­cimba, vielmehr eine gewöhnliche Oscinella; hier sieht man keine durch körnige Punktierung hervorgerufene Furchung. sondern nur die gewöhnliche flache Längsfaltung, die durch Einschrumpfung entsteht und die ich schon bei Besprechung der Gattung Olcanabates in ihrer Bedeutung ausreichend kennzeichnete. Die dritte Art ochripes ist im Sinne von ENDERLEIN ein Pentanotaulax. Die vierte, aequisecta ist nach meiner Auffassung wegen ihrer sehr unscheinbaren reihenförmigen Punktierung des Bückenschildes eine Oscinella; das typische Exemplar hat keine Fühler und nur zwei Beine und bleibt daher besser ungedeutet und unbeschrieben. Die fünfte Art similis ist eine Tricimba ; die sechste und siebente, cricopus und rimata rechne ich zu Siphonella. 9*

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