Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 9. (Budapest 1911)

Méhely, L.: Systematisch-phylogenetische Studien an Viperiden

STUDIEN AN VIPERIDEN. nur durch eine Art vertretenen Berus-Gruppe betreffs ihrer meisten Charaktere scharf gegenübersteht. In Anbetracht der weiten Verbreitung von Vipera be) us ist es nicht unmöglich, dass dieser Formenkreis in der Zukunft ebenfalls in mehrere Arten oder Unterarten zerspaltet wer­den wird, in welcher Richtung auch bereits der erste Schritt erfolgt ist, da Prof. NIKOLSKI neuerdings die Westkaukasische Form als Vipera Kaznakovi abtrennte. 1 Die beiden Formenkreise lassen sich gegenwärtig folgendermassen unterscheiden. I. Ursinii-Gruppe. Tracht kleiner, Länge nicht über 60 cm. Schnauze stumpf zuge­spitzt, oben flach oder vom Schnauzensaum medialwärts vertieft. Auge bald klein, bald ziemlich gross ; der verticale Durchmesser desselben kann auffallend kürzer, ebenso lang oder deutlich länger sein als der Abstand des Auges vom Lippenrand. Obere Spitze des Rostralschildes gerade abgestutzt und derselben gewöhnlich nur ein Apicale angeschlos­sen, welches aber ausnahmsweise in zwei Platten zerlegt sein kann. Frontale gewöhnlich lang, beträchtlich länger als breit, meist länger als dessen Abstand vom Rostraischild und länger als ein Parietale ; der Vorderrand desselben erreicht fast die die Vorderecken der Supraocularia verbindende Linie ; vom Supraoculare wird es häutig durch eine lange Platte getrennt. Supraoculare lang und schmal, etwa so lang als der Abstand des hinteren Augenrandes vom Hinterrand des Nasale. Das Nasenloch befindet sich im unteren Theil des Nasalschildes. Das oberste Praeoculare ist verlängert und stosst häufig an das Nasale an. Das letzte Supralabiale ist gewöhnlich auffallend grösser als das vorletzte. Schup­pen des Rumpfes schmäler und kräftiger gekielt als bei V. berus, in 19 oder 21 Längsreihen. Ventralschilder 120—148, Subcaudalia 20—37 Paare. Dorsalband gewöhnlich hell, mit dunkler Einfassung; zwischen diesem und der lateralen Makelreihe häufig eine dorsolateral Flecken­reihe eingeschaltet. Lippenschilder und Kehlschuppen rein weiss oder dunkel gerandet. ( nterseite des Halses weiss; Bauch und die Unter­seite des Schwanzes schiefergrau, woissgefleckt oder weiss mit schwarz­grauen Flecken, die ziemlich reguläre Längsreihen bilden können ; Schwanzspitze unterseits höchst selten gelb. Im Farbenkleid ist kein Geschlechtsdimorphismus ausgesprochen. 1 A. M. NIKOLSKI. De nova g. Vipers? specie e Caucaso ; Mitteil. Kaukas. Mus., V. Tiflis. 1910, p. 81, tab. V.

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