Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 9. (Budapest 1911)

Méhely, L.: Systematisch-phylogenetische Studien an Viperiden

STUDIEN AN VI PERI DEN. 187 zugleich aber mit dem von BONAPARTE für eine identische Form der Abruzzen bedingungsweise vorgeschlagenen Namen - belegt und Vipera Ursinii genannt wurde, 2 die auf Grund des im Museum zu Philadelphia befindlichen BoNAPARTEschen Typus bereits von C OPE als Pelias berus var. Ursinii unterschieden wurde. 3 Nachträgliche Untersuchungen be­nahmen mir alle Zweifel an der Bichtigkeit der BouLENGERschen Deu­tung, so dass ich mich dieser Auffassung vollkommen anschliessen durfte.'* Auf diese Weise wurde die Wissenschaft mit einer neuen Peliatide bereichert und da BOULENGER bald darauf auch die von CHRISTOPH im Jahre 1861 beschriebene, 5 aber bis zu jener Zeit nicht anei kannte Vipera Renardi für eine besondere Art erklärte," waren binnen kurzem drei Arten der Pelias-Gruppe bekannt geworden, die alsbald im BOULEN­(iERschen Cataloge synoptisch behandelt wurden 7 und auf eine allge­meine Anerkennung Anspruch erheben durften. Die von BOULENGER durchgeführte Eintheilung der Pelias-Gruppe, mit den Arten berus, Ursinii und Renardi, befriedigte auch vollkommen die Herpetologen und in den verflossenen vierzehn Jahren hatte nie­mand das Bedürfniss empfunden, an dieser Deutung zu rütteln. Und dennoch scheinen mir die Akten über diese Gruppe noch nicht definitiv abgeschlossen zu sein, vielmehr bin ich auf Grund eines neueren Unter­such ungs-Mate rials veranlasst worden die Meinung zu fassen, dass die Beurtheilung der Pelias-Gruppe, hauptsächlich aber des Formenkreises von Vipera Ursinii eine erneuerte, tiefer greifende Grundlage erfordert. Durch die dankenswerthen Bemühungen des Herrn Hauptmann GEORO YEITH in Bilek bin ich im Herbst 1910 in die Lage versetzt worden die Pelias-Form der Hercegovina in ziemlich vielen Exemplaren untersuchen zu können, wodurch ich alsbald die Uberzeugung gewann, dass nicht nur diese Form selbst, sondern auch der ganze Formenkreis, dem dieselbe angehört, bisher ziemlich mangelhaft beurtheilt wurde. Die Form der Hercegovina gehört zweifelsohne dem Formenkreis der \ ijiera Ursinii an, wenn aber dieselbe in der letzteren Zeit kurz­weg für V Ursinii angesprochen wurde, so ist dies wohl nur einem ungenügenden und zum Theil mangelhaft conserviertem Material zu­zuschreiben. Hat man ein reichlicheres, lebendes und tadellos conser­1 Iconogr. Fauii. Ital. Anfibi. 1835. 2 Proc. Zool. Soc., 1893. p. 596, tab. LI. Proc. Ac. Philad., 1859, p. 342. 4 Zool. Anz., 1894, p. 57. 5 Bull. Moscou, XXIV. 1861. p. 599. « Proc. Zool. Soc.. 1893, p. 757, tal». LXIV. " Catal. Snakes, III, 1896. p. 472.

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