Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1908)
Gugler, W.: Die Centaureen des Ungarischen National-Museums. Vorarbeiten zu einer Monographie der Gattung Centaurea und ihr nächst verwandten Genera
DIE CENTAUREEN DES UNGARISCHEN NATIÜNAL1IUSEUM8. 93 Die Herbarien des Budapester Nationalmuseums enthalten : A) C. Austriaca. 23 Bg. ; dabei : Fl. exs. Au.-Hung. No. 3423. Die den Typus am besten darstellenden Stücke stammen von Ostpreußen (namentlich aus der Umgebung von Königsberg), aus den Karpathen und Schlesien, doch findet sich auch je ein Exemplar von der Märmaros und Königsberg mit auffallend schmalem Anhängselgrund und somit besonders hübsch grün und schwarz gescheckten Köpfchen. Ein prächtiges ca 90 cm hohes und auffallend reich verästeltes Stück, das Dr. FILARSZKY in der Tátra sammelte, stellt in charakteristischer Ausbildung die f. melanocalathia dar. B) C. pseudophrygia. 61 Bg. ; davon gehören den nicht zu Austriaca überleitenden Formen 47 Bg. an ; dabei : F. SCHULTZ Hb. norm. No. 883 (als C. Phrygia) ist die f. alpicola, gemengt mit C. stenolepis f. Cetia (2 Bg.); Fl. exs. Au.-Hung. No. 229 (2 Bg.) ist /'. alpicola. Im allgemeinen ist f. alpicola häufiger als /'. genuina vertreten ; /. praticola liegt in einigen Stücken, so von Stubai, vor ; einige Exemplare nähern sich etwas der C. stenolepis f. Cetia. Auffällig ist hie und da die Blattform, so zeigt ein siebenbürgisches Exemplar (Com. Hunyad) z. T. tief fiederspaltige untere Blätter, ein anderes von Hildesheim hat größtenteils eiförmig-rundliche Astblätter. 14 Bögen sind zur f. intercedens zu rechnen. Zu der auffälligen sbf. Carpatica sind 6 Ex. zu stellen ; dabei : Fl. exs. Au.-Hung. No. 3424; vier derselben stammen aus den Bodnaer-Alpen, eines aus Tirol und eines aus der Schweiz. Des Vorkommens wegen ist ein Stück aus dem Banat (von Oravicza) merkwürdig, da gerade dort die typische C. stenolepis die herrschende Phrygia-Yorm. ist. C) C. stenolepis 90 Bg., sämtlich zur var. typica gehörig ; dabei : F. SCHULTZ Hb. norm. nov. ser No. 82 (3 Ex.); ^elir typisch, nur bei einem Stück die Anhängsel etwas dunkler als normal ; und No. 2853 (als C. sciaphila V ÜK .) ; Fl. exs. Austr.-Hung. No. 230 (2 Ex.) ; einige Stücke neigen etwas zur f. Cetia ; Plantie Hung. (leg. E. CSIKI) NO. 275. Oft war es schwer, die f. Cetia abzugrenzen ; stets wurden Exemplare zur Normalform gestellt, die nur in einem einzigen Merkmal + deutlich an C. pseudophrygia erinnerten. Der Pappus ist im allgemeinen bei typischer stenolepis sehr kurz ; auffällig bleibt jedoch ein Exemplar von Lugos, bei dem er ganz zu fehlen scheint ; im übrigen stellt letzteres eine durchaus typische stenolepis dar. Der f. Cetia gehören 30 Bogen an ; dabei : F. SCHULTZ Hb. norm. No. 883 (als C. Phrygia) gemischt mit typischer pseudophrygia : J. DÖRFLER Hb. norm. No. 4158 (als C. Castriferrei) diese Exemplare halten sehr schön die Mitte zwischen B. und C. Ein Exemplar von Lugos (vgl. oben) hat einen ganz rudimentären Pappus, ein anderes aus dem Com. Biliar zeigt auffälliger Weise stark verkürzte Anhängsel. 28") C. Rhaetica MOR. — Diese Pflanze hat Artcharakter, trotzdem sie der C. Phrygia sbsp. stenolepis nahe steht, am nächsten wohl der Varietät Bosnia a t derselben, welche die beiden Arten verbindet.