Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1908)

Gugler, W.: Die Centaureen des Ungarischen National-Museums. Vorarbeiten zu einer Monographie der Gattung Centaurea und ihr nächst verwandten Genera

78 "WILHELM GUGLER Eeihe, in welcher als Typen die drei Unterarten: eu-nigra, nemoralis und Debeauxii hervortreten. Daß diese Gruppierung nicht künstlich ist, sondern den Naturverhältnissen entspricht, zeigt ferner der Wuchs, die Köpfchengröße sowie das Indûment, insofern als diese Merkmale eben­falls eine stufenweise Steigerung aufweisen. Offenbar spielt demnach auch hier der Saisondimorphismus eine große Eolle, ohne daß er jedoch so klar zu Tage tritt wie bei C. jacea L. In Wuchs und Beblätterung 1 lassen sich eunigra mit eujacea und Debeauxii mit angustifolia gut vergleichen ; auch sind ihre Vorkommensverhältnisse analoge. Nur mit Vorbehalt jedoch wage ich eine Gegenüberstellung der nemoralis und jungens, namentlich deshalb, weil erstere sich an vielen Orten ihres Vorkommens von den beiden Extremen infolge geographischer Tren­nung unabhängig weiterbilden konnte und daher eine verhältnismäßige Konstanz aufweist. Wie unter Nr. 19 auseinandergesetzt, sind bei sol­chen Umbildungen die Bodenverhältnisse von größter Bedeutung. Recht erklärlich erscheint somit die Tatsache, daß auf gutem, feuchtem Bo­den unsere nemoralis in Verästelung, Blattgestalt und Dichtigkeit der Beblätterung dem eu-nigia-Typus, auf magerem, trockenem Boden hin­gegen dem Debeauxii-Typus sehr ähnlich wreden kann. Der stets vorhandene Pappus der mittleren Blüten ist im allge­meinen = 1 5—Ve der Länge der Achäne ; manchmal ist er + rudimentär. Seine Haare sind stets i breitgedrückt, also etwas schuppenförmig. Die Anhängsel sind in der Regel schwarz oder doch tiefbraun ge­färbt ; bei Ausbleiben des Pigments können sie jedoch auch hellblond werden. Letztere Formen sind in manchen Gegenden Frankreichs häufig, jedoch, da sie wohl stets in der Nähe von normalen Exemplaren vor­kommen, in keiner Weise konstant; man kann sie als ebensolche un­wesentliche Abnormitäten auffassen wie weißblütige Stücke einer sonst rot- oder blaubliitigen Art. Konstant tritt eine heller braune Anhängsel­färbung nur bei einigen spanischen Formen sowie bei .der syrischen Rasse Cassia auf. Normaler Weise fehlen strahlende Randblüten — ein Kennzeichen, das im Verein mit anderen systematisch wichtigeren Merkmalen zumeist auch diejenigen nigra-Formen als solche erkennen läßt, welche sich gewissen, im übrigen recht ähnlichen Formen der C. nigrescens resp. C. jacea manchmal stark nähern. Ausnahmsweise wurden Strahlblüten bei so ziemlich allen Formen der C. nigra beobachtet; bei einigen bil­det ihr Vorkommen sogar die Regel. Meist ist dies bei Pflanzen höherer Standorte der Fall, — so in den Pyrenäen (C. Eadressi STEUD. et HÖCHST.) 1 Unter Nr. 19 sind diese Verhältnisse genau geschildert (pag. 42 f.).

Next

/
Oldalképek
Tartalom