Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1908)

Gugler, W.: Die Centaureen des Ungarischen National-Museums. Vorarbeiten zu einer Monographie der Gattung Centaurea und ihr nächst verwandten Genera

DIE CENTAUREEN DES UNGARISCHEN NATION ALM U SE L'MS. 43 beide Extreme günstigen Bedingungen hält, recht erklärlich erscheinen. Es sei nur kurz an das unbedingte Vorwiegen der eujacea-Formen in Bayern und das Vorherrschen der angiistifolia-Formen in Ungarn erinnert. Noch eine kurze Auswahl von Einzelbeobachtungen möge hier Platz finden. Um Neuburg a. D. kommt typische C. eu-jacea fast ausschließlich auf Wiesen und an Bahndämmen mit tonigem Boden vor, am feuchten, trotz des angeschwemmten Lehms nicht sehr frucht­baren Donauufer, wo die Jurahänge nahe an den Fluß herantreten, fin­den sich nur weniger typische Exemplare und — stellenweise in Menge — die Zwischenform der beiden Unterarten. Auf warmen, trockenen Wald­schlägen um Neuburg, woselbst der Dolomit, resp. K&lk des Untergrun­des nur von einer schwachen Humusschicht überdeckt ist, findet sich oft in großer Zahl typische C. angiistifolia. In günstiger Ausbildung findet sich diese auch an entsprechenden Orten um Regensburg ; noch verbreiteter ist sie jedoch um Würzburg, also in einer der mildesten Gegenden des diesrheinisclien Bayerns. Das österreichische Litorale sowie Dalmatien, heiße Gegenden mit sterilem Boden, beherbergen fast nur angustifolia-F ormen. In der Umgebung von Budapest fand ich mehrfach da, wo der Boden fruchtbarer und feuchter wurde, die sonst so typischen angustifolia-Formen durch Zwischenformen, die mehr oder weniger zu eu-jacea neigten, ganz oder teilweise vertreten. Die mehrfach genannten Ubergänge der beiden Subspezies, d. h. Formen, welche die Charaktere beider in mehr-weniger gleichmäßiger Mischung erkennen lassen, wurden im folgenden als C. jungens mh. bezeichnet. Wohl wurden für solche Zwischenformen schon öfter Namen aufgestellt, doch niemals umfaßten die durch jene charakterisierten Arten oder Varietäten die ganze Formreihe der zwischen beiden Extre­men vermittelnden Gebilde, da stets auf die Anhängselverhältnisse Rück­sicht genommen wurde. Letztere wechseln jedoch bei jungens natur­gemäß in genau der gleichen Weise, wie bei eu-jacea und angustifolia. Da allgemein in der Gattung Centaurea die Form der Hüllschup­pen unci namentlich ihrer Anhängsel zur Gruppierung in Sektionen und Abgrenzung der Arten wegen ihrer zumeist konstanten Form in erster Linie berücksichtigt wurden, gründeten sich hierauf als hauptsächlich­stes Merkmal auch die vielen, von Centaurea jacea abgetrennten Spezies, meist ohne daß ihre Autoren auf die saisondimorph verschiedene Wuchs­form überhaupt oder in genügendem Maße Rücksicht nehmen. Leider wurde die Unübersichtlichkeit der so geschaffenen Verhältnisse noch weiter dadurch gewaltig erhöht, daß viele auch bedeutende Botaniker die ganz unwesentliche Anhängselfarbe als wichtiges Merkmal verwen­deten. Man vergleiche dagegen die äußerst treffenden Bemerkungen über

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