Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1908)
Gugler, W.: Die Centaureen des Ungarischen National-Museums. Vorarbeiten zu einer Monographie der Gattung Centaurea und ihr nächst verwandten Genera
216 "WILHELM GUGLER fiir Cirsium brachte. Letztere Gattung bastardiert gerne, viel leichter als Centaurea, weshalb auch die Fruchtbarkeit der Hybriden meist nicht sehr stark geschwächt ist. Deshalb finden sich bei ihr nicht selten in Gegenden, die, wie z. B. die Grettstadter Wiesen in Unterfranken, der Bastardbildung sehr günstige Yerhältnisse darbieten, sogar häufig Tripelbastarde und Bückbastarde zum einen oder anderen parens. Auch manche Centaureen-Bast&vde fruchten gut, trotzdem konnte ich, von einem Fall 1 abgesehen, mich noch niemals vom Vorhandensein derartiger komplizierter Bildungen bei unserer Gattung überzeugen. Es genügt deshalb, vorläufig, von jedem Bastard drei Formen aufzustellen, die sich kurz durch folgendes Schema kennzeichnen lassen: 1. super axb ; 2 . axb; 3. a X super b, d. h. Xo. 2 bezeichnet die normale Bastardorm, welche die Eigenschaften der Eltern in + gleichmäßiger Mischung darbietet, bei Xo. 1 und Xo. 3 überwiegen die Charaktere von a resp. b. Werden — was bei genaueren Untersuchungen vorauszusehen ist — späterhin auch Bückbastarde konstatiert, so kommen diesen die Bezeichnungen a X (a X b), bez. b X {a X b) zu. Bei einer derartigen systematischen Behandlung der Hybriden tritt die systematisch wie biologisch wichtigste Tatsache, welche Pflanzenformen Hybriden bilden, in den Vordergrund vor der viel unwichtigeren Frage, welche Erscheinungsformen eines Bastardes jeweils dem Beobachter vorlagen. Ich gab mir Mühe, soweit dies das von mir studierte Material zuließ, stets diejenigen Merkmale der beschriebenen Bastarde hervorzuheben, die bei den betreffenden hybriden Bildungen am konstantesten von beiden Eltern vererbt wurden, welche somit auch in den meisten Fällen ein leichtes Erkennen der jeweiligen Abstammung ermöglichen. 13x59. C. Tenoreana WILLK. X C. dissecta TEN. = C. Filarszkyi mh. nov. hybr. (Taf. I.) Perennis. Bhizoma lignosum descendens, pleiocephalum. Caules plures suberecti vel erecti, ad circiter viginti quinque cm alti. angulati, ut tota planta dense albo-tomentosi, simplices vel superne ramulo praediti. Folia basalia petiolata, pinnatifida segmentis paucis, terminali majore. Folia caulina sessilia, pinnatifida, segmentis lanceolatis integris vel lobulatis acuminatis, summis plus minus integris. Folia omnia albotomentosa. Capitula in apice caulium vel ramulorum singularia, rotundato-ovata, 14 mm longa et 11 mm lata. Squamae anthodii virides, perspicue nervoso-striatae, appendicibus non obtectae. Appendices seriei intimae sublanceolatae scariosae, lacerae, ceterarum serierum late triangulares, 1 W. GUGLER, Ein Centaureen-Tripelbastard : C. jacea X (scabiosa X rupestris) in Mitt. d. Bayr. bot. Ges. 1903. No. 28.