Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1908)
Gugler, W.: Die Centaureen des Ungarischen National-Museums. Vorarbeiten zu einer Monographie der Gattung Centaurea und ihr nächst verwandten Genera
202 "WILHELM GUGLER 152. C. suiphurea W. 8 Bg. ; dabei: HÜTER. PORTA, RIGO ex itin. Hisp. 1879. No. 274 (2 Bg.); ein Exemplar ex Hb. SCHOTT PATR. soll aus Kalabrien stammen ; doch sind allgemein die Angaben dieses Herbars recht wenig zuverlässig. 153. C. Sicula L. — Die äußerst dürftigen Diagnosen LINNÉ'S für diese Art und die folgende C. solstitialis lassen eine sichere Deutung der von ihm beschriebenen C. Sicula nicht zu. Trotzdem die verschiedensten Autoren. 1 vor allem natürlich die italienischen, sich alle Mühe geben, diesen Namen aufzuklären, konnte er bis in die jüngste Zeit nicht klargestellt werden. Trotzdem wagten die meisten Botaniker nicht, ihn, da er eben ein LIN NÉ 'scher Name ist, gänzlich aufzugeben, was gewiß das einfachste und zweckmäßigste wäre. Da nun in Sizilien, dem von LINNÉ angegebenen Vaterland, die durch DE CANDOLLE von C. solstitialis geschiedene C. Schouwii vorherrscht, oder sogar, wie es scheint, jene völlig vertritt, ist gewiß die Vereinigung von Sicula mit Schovwii, wie NYMAN und FIORI 1. c. andeuten, sehr berechtigt. Nach dem Vorgang FIORI'S sei also C. Sicula mit? als Synonym zu Schouwii gestellt. Zu letzterer soll nach GUSSONE 2 auch die C. lyrata SIEB, in sched. gehören, doch lehrte die Untersuchung der Originale, daß diese nur ein Synonym zu C. Idaea Boiss. et HELDR. sein kann. C. Schouwii D. C., welche NYMAN hier als Subspezies anführt, steht der C. solstitialis L. so nahe, daß sie von ihr keinenfalls als Art getrennt werden kann ; sie unterscheidet sich von ihr wesentlich nur durch die auch an den äußeren (unteren) Hüllschuppenreihen stark ausgebildeten Enddornen der Anhängsel sowie eine meist nicht sehr auffallende Bauliigkeit der Blätter. 3 Etwas weiter entfernt sich C. Idaea Boiss. et HELDR. von C. solstitialis durch ihre dicke, melirköpfige "Wurzel und die vielpaarigen Bosettenblätter. Die öfter betonte Braunfärbung des Dornengrundes ist ein recht inkonstantes Merkmal; zudem kommt sie ausnahmsweise auch bei Exemplaren der typischen C. solstitialis 4 vor. Beide Pflanzenformen fasse ich als gut ausgeprägte, auch geographisch gut gesonderte Bassen der C. solstitialis auf, als deren Unterarten sie im folgenden (vgl. unter No. 154) bezeichnet wurden; ihnen 1 Mehrfach wurde der LiNNÉ'sche Name Sicula auch auf weit verschiedene Arten, wie Melitensis L. (so von BOTTERI in sched., HOST, MALY) und Nicaecnsis ALL. (SO von LAM., TENORE) bezogen. 2 GUSSONE Fl. Sic. Vol. II. p. 517. 3 Manchmal finden sich auch bei typischer C. solstitialis kleine Zäckchen am Blattrand. 4 Vgl. die Beschreibung des von BERTOLONI mit Vorbehalt zur C. Sicula L. resp. Guss. gestellten Exemplars in BERT. Fl. Ital. IX. p. 480 f.