Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1908)
Gugler, W.: Die Centaureen des Ungarischen National-Museums. Vorarbeiten zu einer Monographie der Gattung Centaurea und ihr nächst verwandten Genera
DIE CENTAUREEN DES UNGARISCHEN NATIÜNAL1IUSEUM8. 115 R CHB. FIL . (Icon.), B OISSIER (FL. Or. III.), N YMAN (Consp. fl. Europ.) etc. und, was am bezeichnendsten ist. Y ISIANI selbst im Supplement zu seiner FL Dalm. Dagegen behauptet H AYEK , daß sie von der dalmatinischen Pflanze artlich verschieden sei und zwar durch den meist mehrköpflgen Stengel, breitere und kürzere Blätter, einen schmäleren dunklen Anhängselrand und kürzere Anhängselfransen sowie die violette, nicht blaue Blütenfarbe. Hiezu ist zu bemerken, daß die Angabe eines «meist mehrköpflgen Stengels zum mindesten eine starke Übertreibung ist; statt des Wortes «meist» ist «ausnahmsweise» zu setzen, mithin dieser Unterschied hinfällig. Wie bei fast allen zur montana-Gruppe gehörigen Exemplaren wechselt auch sie die Blütenfalbe von blau zu rot resp. rotviolett. Eine Änderung der Farbennuance ist also gewiß ein ganz unwesentliches Merkmal für eine Artentrennung. Breite des Anhängselrandes sowie Länge der Fransen wechseln bei dalmatinischen Stücken ebenso wie bei solchen vom Balkan. Es bliebe noch die Blattform ; die angegebene Verbreiterung und Verkürzung kann sich natürlich nur auf die Grundblätter beziehen. Tatsächlich sind letztere bei manchen dalmatinischen Exemplaren noch schmallanzettlich, doch kommen neben solchen, die der HAYEK'schen Angabe entsprechen, wie z. B. von J ANKA bei Kalofer gesammelte Stücke beweisen, alle Übergänge zu der schmalblättrigen Form vor. wie namentlich die FRivALDSZKY'schen Exsikkaten aus Bumelien beweisen: Stücke von Slivno stimmen auch in diesem Merkmal genau mit dalmatinischen überein. Auch VELENOSKY Fl. Bulg. spricht von der sehr guten Übereinstimmung der Balkanexemplare mit solchen aus dem Banat, Dalmatien und der Hercegovina. Doch halte ich es für geraten, die schmalblättrigen Stücke als /'. tuberosa (Vis.) zu bezeichnen, zumal sie, wie oben erwähnt, in Dalmatien weitaus die vorherrschenden. wenn nicht allein vorkommenden sind. Vorhanden sind 14 Bg. (8 davon aus dem Balkangebiet, 6 aus Dalmatien); dabei: FRIV. Hb. Turc. No. 125 und 274 (beide typisch d. h. ± breitblätterig), noch weitere, unnummerierte Exemplare FRIVALDSZKY'S sind z. T. als C. Carlovensis resp. karloviensis FRIV. bezeichnet; B ETTER FL Dalm. exs. No. 91 ; Dr. C. BAENITZ Hb. Europ. sine No. (anderwärts sub. No. 2759) (beide f. tuberosa (Vis.) mh.). 46. C. cuspidata Vis. — Diese Pflanze sieht habituell den Eujareae ähnlich, bei Heranziehung aller wichtigeren Merkmale nähert sie sich am meisten den Pannosi Boiss. H AYEK faßt sie mit C. Sieden HELDR. als Cuspidatae zusammen d. h. eine Untersektion seiner sectio Pailnophyllum. — 2 Bg. e loc. cl. et un. 47. C. cyanus L. — Sie ist eine auffallend wenig variierende Pflanze. Wir sind gewöhnt, sie als Ackerpflanze zu betrachten. Nur in 8*