Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1908)
Gugler, W.: Die Centaureen des Ungarischen National-Museums. Vorarbeiten zu einer Monographie der Gattung Centaurea und ihr nächst verwandten Genera
DIE CENTAUREEN DES UNGARISCHEN NATIÜNAL1IUSEUM8. 103 WALDSTEIN und KITAIREL trennten die ungarische Form der C. montana als C. mollis von dieser ab ; ihrer Auffassung trat neuerdings auch H AYEK 1 bei, besonders, weil sie in Kroatien und dem Karpatengebiet allein vorkommt. Diese allerdings eigenartige Verbreitung bestimmte mich, ihr trotz der recht häufigen Zwischenformen zu eumontana, d. h. der normalen Form der C. montana L., sowie der verhältnismäßig geringfügigen Unterschiede von dieser als einer offenbaren Rasse den Rang einer sbsp., also Gleichwertigkeit mit der C. eu-montana zuzuerkennen. Die dritte Unterart C. Lugdunensis wurde schon oben kurz besprochen. Sie ist eine schon recht selbständig gewordene Rasse, die in zwei Unterrassen zerfällt, die im folgenden als Varietäten aufgeführt sind : var. typica und var. Pyrenaica. Nur der Umstand, daß letztere eine unzweifelhafte Mittelstellung zwischen der Lyoner Pflanze und eu-montana einnimmt, kann der C. Lugdunensis JORD. sensu stricto, welche sich der C. variegata stark nähert, die Artberechtigung rauben. Zum Formenkreis der C. montana gehört auch unbedingt die C. Fischeri WILLD. (Enum. pl. H. Berol. Suppl. A. [1813] p. 61), 2 welche zumeist, so von dem jüngeren REICHENBACH, POSPICHAL, B RIQUET , FIORI. ROUY etc., als Form der C. variegata L AM ., resp. C. axillaris WILLD. aufgefaßt wird. Über die zu letzterer Art gehörigen Fischeri-Zitate vergleiche sub Nr. 43 Synonymie unter A. II. a. Nach H AYEK (Vhdl. zool. bot, Ges. Wien LI. [1901] p. 13) deckt sich das WiLLDENOw'sche Original mit der Abbildung des Hortus Berolinensis und stimmt auch mit anderen, von H AYEK eingesehenen kaukasischen Stücken überein. Die C. Fixclicri stimmt mit C. montana im Habitus und der spiiinwebigen Blattbehaarung völlig überein, entfernt sich jedoch von ihr durch verhältnismäßig lange, weiße Anhängselfransen. In letzterer Hinsicht gleicht sie so ziemlich der typischen C. Lugdunensis JORD. H AYEK hält eine nähere Beziehung zu der gelbblühenden C. ochroleuca WILLD. für wahrscheinlich ; ich halte letztere für eine recht konstante, ziemlich weit sich von C. Fischeri entfernende Art. Ferner glaubt H AYEK , in C. Fischet i eine die C. montana L. (sensu stricto), resp. C. mollis W. K. im Kaukasus vertretende Art erblicken zu müssen. Dem steht entgegen, daß nach den genauen Angaben von S OMMIER und L EVIER (Enum. pl. Cauc. 1900 p. 284) unzweifelhaft echte C. montana dort vorkommt. Den vier von ihnen genannten Fundorten schließt sich ein fünfter von 1 HAYKK 1. c. p. 6ö8. - Hier nur kurze Diagnose; genaue Beschreibung und Abbildung in WILLD. Hort. Berolin. ilSlti) p. et tab. XCVII.