Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)
Méhely, L.: Archaeo- und Neolacerten. (Erwiederung an die Herren G. A. Boulenger, F. R. S. und Dr. F. Werner)
AKCHAEO- UND NEOLACERTEN. 487 ausgebildet ist ; die häutige Fontanelle der Lamina superciliaris, die — Eremül s Przewalskii STRAUCH ausgenommen — bei allen mir bekannten Eren lias-Arten zeitlebens besteht. Die beiden Gattungen können aber dennoch nicht vereinigt werden, da bei Eremit ( s : der Schädel sehr abweichend gebaut ist; das Nasenloch von mehreren, mehr oder weniger aufgetriebenen Nasalschildern ganz umringt, eingeengt und an den Canthus rostralis heraufgeschoben erscheint; die Subdigitallamellen ausser dem medialen Hauptkiel noch 2—-3 schwächere laterale Kiele führen, wogegen bei Apdthya nur ein scharfer Mediankiel vorhanden ist; ferner sind die Zehen von Apdthya vollkommen lejodactyl. während die von Eremit i s schon eine deutliche Neigung zur Fransenbildung (Pristidactylie) zeigen. Mit Lixtastia hat Apdthya nur das grosse, tiefgestellte, an das erste Supralabiale angrenzende Nasenloch und die ähnlichen Kopfschilder gemein. Betreffs der Zehenbildung besteht ein namhafter Unterschied, da die Subdigitallamellen von Apdthya nur einen medialen Längskiel führen, bei Latastia 1 aber vom Hauptkiel lateralwärts noch ein schwächerer Nebenkiel vorkommt. Noch bedeutender ist der Unterschied hinsichtlich des Schädelbaues, da der Schädel von Latastia in allen Hauptzügen dem von Acanthodacty lus entspricht, 2 wogegen Apdthya einen echten Lacerten-Schiidel besitzt. Sowohl bei Latastia, als bei Acanthodacty lus ist der Schädel pyramidocephal, dabei massiv gebaut und derb incrustiert, mit röthlichgelblichen Knochen und grosser Ubereinstimmung der Einzelheiten. Der Schädelumriss ist derselbe ; die Nasenlöcher und das Turbinale sind von ähnlichem Schnitt; Nasalia lang und schmal, vor dem Frontale vertieft ; das Frontale selbst schmal ; Parietalprocesse breit ; Postfrontalia derb; Supraocularia dick und breit; Supraorbitale gross, derb, dreieckig; Vomera von ähnlicher Form; Palatina in der vorderen Hälfte zusammenstossend, tief rinnenartig ausgehöhlt, mit dickem, kriimpenartigen Lateralrand ; Proc. pterygoidei des Basisphenoideum -tark abwärts gerichtet ; Basioccipitale kurz ; etc. etc. Bei Apdthya hingegen ist der Schädel platj'cephal, zart gebaut und schwach incrustiert, mit weissen Knochen'. Alle Theile des Schädels sind anders geformt, namentlich ist das Supraorbitale dünn, zart, hakenförmig, fast wie bei Eremias. Bemerkenswerth ist noch, dass der erste Supraocularknochen bei Apdthya sehr klein und ungegliedert, bei La• 1 Mir nur Latastia long ic au da ta RKUSS bekannt. 2 Ich habe Schädel von Latastia longic aut lata EEUSS aus dem Kilima-NdjaroGeliiet und Acnnthudacfylus Schreiben BLGK von Cypern verglichen.