Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)

Loczka, J.: Über Mineralchemie

über mineralchemie. 441 kennen, abgesehen von den aus seltenen Erden bestehenden und öfters sehr complicirten Mineralen, deren Analyse nach dem heutigen Stand unserer diesbezüglichen Kenntnisse, mehr oder weniger unsichere Resul­tate geben. Wenn schon die Analyse der aus den gewöhnlichsten, daher gut bekannten Elementen, ein wenig complicirter zusammengesetzten Minerale öfters auf grosse Hindernisse stösst, umso grösseren Schwierig­keiten begegnen wir bei den aus seltenen, noch wenig bekannten Ele­menten bestehenden Mineralen, und daher die auf die Analyse letzterer verwendete Zeit und Mühe mehr-weniger verloren geht. Mit noch grösseren Schwierigkeiten haben wir bei der Feststellung der Constitution der Mineralien zu kämpfen, da wir das Molekular­gewicht der meisten dieser Körper nicht bestimmen können, und wir daher blos auf die Kenntniss ihrer uns zugänglichen chemischen und physikalischen Eigenschaften angewiesen sind, um aus diesen auf die Constitution Schlüsse ziehen zu können. Aber trotz der Schwierigkeiten sind auch auf diesem Gebiete schon wichtige Resultate zu verzeichnen. Bezüglich der Constitution der Silikate sind in zwei Richtungen sehr wichtige Untersuchungen im Gang. Erstens gelang es TSCHERMAK 1 aus den natürlichen Silikaten die Kieselsäuren in ihrem unveränderten Zustande abzuscheiden, da aber von der Kenntniss dieser Säuren die Kenntniss der Constitution der Silikate abhängt, so haben diese Resul­tate einen überaus grossen Werth. Zweitens befassen sich im Laboratorium der «United States Geo­logical Survey» C LARKE. 2 STEIGER, MC NEIL schon jahrelang mit Unter­suchungen betreffs der Constitution der Silikate und es ergab sich, dass aus den zeolithischen Mineralien Calcium und Natrium sehr leicht entfernt und durch andere Metalle oder basische Radikale ersetzt wer­den können. Von den in diesen zwei Richtungen auszuführenden Untersuchun­gen können wir hinsichtlich der Constitution der Silikate die glän­zendsten Resultate erwarten. Das genannte amerikanische Laboratorium entwickelt auf dem Gebiete der Gesteinsanalyse eine erfreuliche und nicht genug zu schät­zende Thätigkeit; theilweise dadurch, dass es von dem alten Systeme — welches sich mit der Bestimmung von SiO t, l'e„0 3, FeO, AI ä0 3, CaO , 1 G. TSCHKRMAK : Darstellung von Kieselsäuren durch Zersetzung der natür­lichen Silikate. (Chern. Centrbl. 1905. II. p. 140S.) 2 F. W. CLAUKE : Über basische Substitution in den Zeolithen. (Zeitsclir. f. anorg. Chemie. 46, 197.)

Next

/
Oldalképek
Tartalom