Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)

Moesz, G.: Adatok az Aldrovanda vesiculosa L. ismeretéhez

über aldrovanda vesiculosa. 397 vanda nicht aus einem Stamme, dessen Formen die Blätter in einer Spirallinie trugen ? Ich weise auf die grosse Ähnlichkeit hin, die zwischen der Aldrovanda und der Drosera rotundi folia vorkommt. Am Stengel der Drosera stehen die Blätter genug weit von einander ent­fernt. aher dort, wo es zur Blütlienentwickelung kommt, entwickelt der Stengel dicht die Blätter, welche sich in eine Rosette ausbreiten. Auch bei der Aldrovanda verkürzen sich die Stengelglieder in der Nähe der Blüthe und geben Veranlassung zur Entstehung des Doppelquirls. 7. Taf. V, Fig. 14. Eine sehr lehrreiche und unter sämmtlichen die interessanteste teratologische Erscheinung. Der Stengel ist weit breiter als gewöhnlich. Sein Durchschnitt ist schmal, so dass er band­artig verbreitert erscheint. Aufklärung darüber gibt sofort die mikro­skopische Untersuchung. Im Stengel waren nämlich -— mit Ausnahme des untersten Stengelgliedes — zwei parallel nebeneinander gehende Bündel, als ob zwei Aldrovanda-Stengel zusammengewachsen wären. Infolge dessen erschienen auch die monopodialen Sprosse, sowie die letzten Blüthen paarweise. Auf das doppelte Bündel ist auch der Um­stand zurückzuführen, dass die Blattquirle mehr (12—14) Blätter ent­hielten als gewöhnlich. Hie und da bemerkt man auch, dass die zwei Bündel die Blattquirle nicht in ein und derselben Ebene entwickelten. Alle diese Umstände beweisen, dass es sich hier um ein congenitales Zusammenwachsen einer ganzen Reihe von Stengelgliedern handelt. Beim letzten doppelten 14+8 Quirl trennen sich zuletzt die zwei Bündel und es entstehen so zwei Blüthenstiele. Dass hier die Blüthen eine terminale Stellung haben, das ist in der That schon auf den ersten Blick bemerkbar.

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