Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)
Moesz, G.: Adatok az Aldrovanda vesiculosa L. ismeretéhez
über aldrovanda vesiculosa. 385 Rétyi Nyír. Auf Grund der Beobachtungen CASPARY'S darf ich die schmäleren Hohlräume als keine beständigen und charakteristischen Merkmale der Varietät Durieui ansehen. So viel muss ich aber dennoch constatiren, dass in den Blattstielen der Aldrovanda von Brassó die Hohlräume durchschnittlich dreimal so lang, als breit sind, während sie bei der Aldrovanda vom Rétyi Nyír nur doppelt so lang sind.* Obwohl ich die Aldrovanda von Brassó vier Jahre hindurch beobachtete, sah ich sie nie in Blüthe. Es interessirte mich auch die Frage, wie schnell die Winterknospe wächst, nachdem sie an die Oberfläche gestiegen ist? Ich weiss sehr wohl, dass diese Frage nur durch Beobachtungen im Freien entschieden werden kann. Dies war mir aber nicht möglich. Ich beobachtete also das Wachsthum im Zimmer, aber an solchen Pflanzen, welche ich in frischem Zustande heimbrachte und welche ausser der Knospe bloss 4—7 Blattquirle besassen. Ich experimentirte mit 5 Exemplaren. Die Beobachtung ergab das folgende durchschnittliche Besultat : Das tägliche Wachsen beträgt 044 mm. Auf eine Woche fällt also im Durchschnitt 3T mm. Wachsen. Das tägliche Wachstum bewegte sich zwischen 0-33 und O'öö mm. Es beschäftigte mich weiter die Frage, ob die Aldrovanda von Brassó seit uralten Zeiten dort lebt, oder ob sie sich erst neuerlich dort angesiedelt hat? Deshalb untersuchte ich gründlicher jene Quellen, welche den Gespreng-Sumpf mit Wasser versorgen. Ich erfuhr, dass auf dem Gebiete des Sumpfes, welches beiläufig Ys Km. 2 beträgt, per Sekunde bO Liter Wasser cirkulirt. Das Wasser des Sumpfes kann also getrost als stehendes Wasser betrachtet werden. Die Quelle, welche am Fusse des Gesprengberges entspringt, ist jedoch eine intermittirende Quelle. Ihre Hurtigkeit habe ich sechs Jahre hindurch beobachtet. Ausser meinen eigenen Beobachtungen führe ich auch die auf vier Jahre sich erstreckenden Aufzeichnungen von FR. EDUARD LURTZ an. Die Beobachtungen habe ich in einer Tabelle zusammengefasst (pag. 333), in welcher ich die Thätigkeit und den Stillstand der Quelle nach den Jahreszeiten ersichtlich gemacht habe. Das horizontale (—) Zeichen bedeutet den Stillstand, die vertikale ( | ) Linie die Thätigkeit der Quelle. Aus diesen auf zehn Jahre sich erstreckenden Daten ist ersichtlich, dass die Quelle, nachdem sie V* — s/* Jahr lang in Thätigkeit war, versiegt und I 1/* —2 1 3 Jahre hindurch trocken bleibt. Die Aufzeichnungen aus dem XVIII. Jahrhunderte, da sie auf keinen * Siehe Figuren auf pag. 329 des ungarischen Textes. Annales Musei Xaiiunalis Hungarici. V. 25