Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)

Roeschke, H.: Monographie der Carabiden-Tribus Cychrini

monographie der cychrini. 115 nur dem nordamerikanischen Faunengebiet an, vom Genus Cychrus kommen fast zwei Drittel aller Arten auf Europa, ein Drittel auf Asien und nur 2 Arten auf das nordwestliche Amerika. Sie leben hauptsächlich in Wäldern, in morschen Baumstümpfen, unter Moos, Holzstücken, Beisig, Steinen und trockenem Laub, auch im Anspülicht längs der Ufer fliessender Wässer, vorzugsweise im Gebirge, wo sie oft bis zu beträchtlichen Höhen emporsteigen und sich hochalpin tagsüber unter grossen tief eingebetteten Steinen aufhalten und mit gespreizten Beinen still liegen. Alle Arten sind anscheinend ausgesprochene Nacht­tiere und nähren sich hauptsächlich von Schnecken, in deren Gehäuse sie durch ihren langgestreckten schmalen Kopf und vielfach auch noch samt dem Halsschild tief einzudringen vermögen. Nur einige Arten von Scaphinotus wie Pemphus angusticollis, Irichroa Andrewsii und Guyoti, weichen in ihrer Lebensweise von den übrigen ab, indem sie hoch auf Baumstämmen sich aufhalten und auch hier unter Moos oder in Löchern, besonders wenn diese beträchtlich vom Erdboden . entfernt liegen. Ein grosser Teil der Arten spritzt bei Verfolgung aus dem Anus ohne Explosionsgeräusch einen scharf ätzenden Saft. Nur eine von den 64 Arten ist bis jetzt fossil nachgewiesen, ein Bepräsentant der Gattung Cychrus: çaraboides L. (rostra.'us L.), nach FLACH im Unterpleistocän der Hösbacher Ablagerungen in der Nähe von Aschaffenburg, also gegen Ende der Tertiärperiode ; einer nicht viel weiter zurückliegenden Periode der Tertiärzeit, dem Postpliocän, ge­hören 2 angebliche Vertreter der Gattung Scaphinotus an. beide sind jedoch ausgestorben (siehe Anhang). Abkürzungen : Um die Übersichtstabelle kurz und recht prägnant zu machen, habe ich für häufig wiederkehrende Ausdrücke folgende Abkürzungen eingeführt : + vorhanden — fehlend variabel, bald vorhanden, bald fehlend Typen* = Typen, die von mir selbst geprüft sind. S = seta-Borste S5 = seta metatrochanterica 51 = • orbitális SA=: * analis 52 = « gularis Hlsclid = Halssehild 53 = « metacoxalis anterior Fld = Flügeldecken. 54 = • • posterior 8*

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