Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)

Roeschke, H.: Monographie der Carabiden-Tribus Cychrini

monographie der cychrini. 109 enorm reichen Materials) und deshalb sind diese Borstenreihen zur Art­kennzeichnung von grossem Wert. Die Hinterschenkel zeigen in den seltensten Fällen Beborstung: nur die Untergattung Cychropsis weist sie konstant auf, Borsten der unteren Reihe kommen auch noch bei einigen Cychrus-kiten vor, dagegen der oberen, mittleren und der hin­teren ganz unregelmässig und selten bei Scaphinotus. Die kurzen Börstchen, die sich hin und wieder am Ansatz der Schenkel an den Trochanteren vorn und hinten vorfinden, kommen garnicht in Betracht. Ferner scheint die untere Borstenreihe auf der Bückseite der Mittel­schenkel sehr selten, die gleiche an den Hinterschenkeln nie vor­zukommen. Spezifischer Wert für die Unterscheidung der Arten kommt nach meiner Beurteilung auch den der oberen hinteren Borstenreihe aller Schenkel kaum zu, und werden diese daher später im allgemeinen nicht erst erwähnt werden. Bei den europäischen Arten der Gattung Cyehr us sind gewöhnlich die Vorderschenkel hinten unten ohne, bei den asiatischen und amerikanischen Arten meistens mit Borstenreihe. Es gilt als Regel, dass bei Vorkommen von Borsten auf den Mitte 1­schenkeln auch die Vorderschenkel die gleichen Borstenreihen auf­weisen ; fehlen die correspondirenden am Vorderschenkel, so ist das betreffende Stück aberrant und ist das Vorhandensein ansunehmen. Solche Aberrationen sind namentlich beim Genus Cychrus verhältnis­mässig nicht gerade selten, dagegen sehr selten anscheinend bei Scaphi­notus. Bei diesem letzteren ist entweder nur die Vorderseite der Vorder­schenkel unten beborstet oder gleichzeitig noch deren Rückseite und die Vorderseite der Mittelschenkel, so dass z. B. bei aberrantem Fehlen einer Borstenreihe im zweiten Falle das Vorhandensein der andern so­fort die Aberration und somit die richtige oder normale Beborstung erkennen lässt. Eine weitere Regel bei dieser Gattung ist, dass zuerst die untere und dann erst die obere Borstenreihe verschwindet ; hin­gegen ist bei Cyclirus nicht selten der Mittelschenkel oben borstenlos, unten dagegen beborstet. Die Schienen sind zur Spitze nur schwach erweitert und mit kleinen Börstchen und Dornen besetzt ; die vorderen innen gerade ge­furcht, aussen und unten stets abgestumpft, nicht dornartig verlängert, die beweglichen Sporen endständig; die mittleren hinten aussen im unteren Drittel mit einer Art Bürste dicht stehender Börstchen, die im Gegensatz zu den Caraben ganz unabhängig vom Geschlecht ist ; die hinteren endlich sind unten teils glatt, teils gefurcht und haben zwei ungleiche Enddornen, der innere meist länger als der äussere und, ab­gesehen von einzelnen Ausnahmen, stets spitz. Die Tarsen sind oben kahl oder mit Börstchen besetzt, die vorderen in beiden Geschlechtern

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