Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1904)

Koch, A.: A beocsini czementmárga kövült halai

72 IV ANTON KOCH Grösse. Form und Krümmung sehr gut mit den im Unterkiefer stehen­den grossen, sogenannten Hundszähnen des gewöhnlichen Hechtes über­einstimmen ; nur in Bezug der Riefen und Furchen, so auch der ring­förmigen Verdickung besteht zwischen ihnen ein wesentlicher Unter­schied. Bei unserem gewöhnlichen Hecht sieht man an einigen Zähnen unter der Lupe ebenfalls Riefen, ja auf der inneren Fläche auch Spuren von Furchen, dem freien Auge erscheinen sie aber glatt. Die scharfen Kiele auf beiden Seiten der Zähne finden sich auch hier, aber die ring­förmige Verdickung gegen die Mitte des Zahnes konnte ich bei keinem Zahn bemerken. Weil aber die erwähnte Verdickung auch nur an dem grössten Cserevicser Zahn sichtbar ist. so wäre es auch möglich, dass dies eine Abnormität ist. Nach alldem glaube ich, dass die fossilen Zähne von Cserevics einer ausgestorbenen Art der Gattung Esox angehören, welche im Ver­gleich mit dem gemeinen Hechte unserer Süsswässer, zwar nicht grösser war, aber jedenfalls noch kräftigere Hundszähne besass. Ein fossiler Hecht kommt angeblich schon in der oberen Kreide von Baumberg in Westfalen vor. nämlich Esox Monasteriensis VON DER MAKK ; aber unzweifelhafte Reste von Hechten sind nur aus den höheren Stufen des Tertiärsystems bekannt. Ein solcher ist Esox papyraceus TRO­SCHEL aus der Braunkohle von Rott im Siebengebirge ; dann Esox Wal­tschianus H. v. MEY. aus dem Süsswasserkalk von Waltsch in Böhmen; ferner Esox lepidotus AG. aus dem Süsswasserkalk von Oeningen. Die Vergleichung mit diesen Arten jedoch war, blos auf Basis der beschriebe­nen Zähne, nicht durchführbar. Aus dem Diluvium von Breslau hatte AGASSIZ ebenfalls eine neue Art, Esox Ottoi aufgestellt; diese steht aber dem heutigen Esox lucius schon sehr nahe, wenn sie nicht identisch ist. An anderen Fundorten kommt Esox lucius wirklich im Diluvium vor, so z. B. in dem diluvialen Mergel von Schlesien. Die auf Taf. VI. Fig. 10, 11 und 12 in dreifacher Vergrösserung dargestellten Zähne erinnern an die Schlundzähne der Cyprinoidae. Graf MÜNSTER beschrieb in seinem citirten Werk (7. H. 1847, p. 12) unter den Genusnamen Cnpitodus ähnliche Zähne aus dem mediterranen Sand von Dévény-Újfalu, welche nach ZITTEL (Handbuch III, p. 282) nichts anders, als Schlundzähne von Cyprinoiden sind. Die Zähne unter Fig. 10 a und b sind auffallend ähnlich MÜNSTER'S Abbildung Taf. II, Fig. 3, welche nach ihm einen nicht sicher bestimmbaren Capitodus-Zahn vorstellt. Un­sere Figuren IIa und b stellen einen Zahn von beiden Seiten dar. wel­cher an die Fig. 1, 4 und 5 auf Taf. II MÜNSTER'S erinnert, welche er ebenfalls für Capitodus-Zähne hielt.

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