Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1904)
Koch, A.: A beocsini czementmárga kövült halai
58 Dt ANTON KOCH wenigstens waren die Randplatten der verglichenen Testudo graeca verhältnissmässig bedeutend dünner. Untersuchen wir nun die übrigen abweichenden Charaktere der Beocsiner fossilen Art von der recenten Testudo graeca und von den bisher bekannten fossilen Arten, in erster Reihe von Testudo antiqua BRONN, 1 welche der graeca nahe steht. Die Maasse des Riiekenschildes der Beocsiner Art sind, aus den erhaltenen Tlieilen geschlossen und berechnet, die folgenden : Die Länge von dem Pygalende bis zum vorderen Ende der vierten Yertebralplatte beträgt 17*8 cm; daraus lässt sich die ganze Länge, die Maassverhältnisse von T. graeca und antiqua vor Auge haltend, auf mindestens 32 cm. berechnen ; während die grösste Breite etwa in der Mitte des Rückens auf 27 cm. geschätzt werden kann. Aus diesen Maassen kann man also auf eine ziemlich kurze Ellipsenform schliessen. Die Länge der ausgewachsenen T. graeca beträgt nur 25—26 cm. ; das verglichene Exemplar von T. graeca var. Boettgeri MOJS. ist nur I!) cm. lang, die T. antiqua aber ca. 18*8 cm. lang. Die Beocsiner Art war also grösser, als diese beiden. Aber auch die Form des Umrisses des Rückenschildes weicht bei diesen zwei Arten ab; denn ihre grösste Breite fällt gegen das hintere Ende des Schildes, von wo die Seiten gegen die Mitte zu convergiren. wogegen bei der Beocsiner Art die grösste Breite etwa in die Mitte fällt. Aber auch in der Gestalt des Pygale, des Supracaudale und der vor ibnen liegenden Yertebralplatten zeigen sich ziemlich auffallende Verschiedenheiten bei den drei Arten. Das Pygale von T. graeca ist verhältnissmässig am schmälsten, jenes von antiqua aber am breitesten : während das der Beocsiner Art zwischen beiden steht. Das Supracaudale dagegen ist relativ am breitesten bei antiqua , weniger breit bei graeca und am schmälsten bei der Beocsiner Art. Ferner, während die erhaltenen fünf hinteren Yertebralplatten der Beocsiner Testudo eine mehr oder weniger abgeplattete symmetrisch hexagonale Form besitzen, hat die letzte Supracaudalplatte von T. graeca eine länglich viereckige Gestalt ; bei T. antiqua aber ist die vierte Platte ein Quadrat mit abgestumpften Ecken, die fünfte Platte (vom Kopf an gerechnet) aber ein volkommenes Quadrat. 1 Das ist eine von BRONN aufgestellte, aus dem Süsswassergyps von Hohenhöwen (Württemberg) stammende Art. (Nova Acta Acad. Leopold. 1831.11. p. 200, T. 63 et 64.) Nach ihm hat F. L. PICTET in seiner «Traité de Paléontologie, Paris 1851.» p. 443. Pl. XXII. fig. 1 a, b eine auf 1 i verkleinerte Copie davon gegeben.