Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1904)

Koch, A.: A beocsini czementmárga kövült halai

DIE FOSSILEN FISCHE DES BEOCSINER CEMENTMERGELS. 4F) 6. Ein Gyrodus sp.-Zahn, wahrscheinlich eingewaschen. (Taf. VI. Fig. 7.) Schliesslich fand sich im Cementmergel von Beocsin auch ein ein­ziger grosser, platter Pflasterzahn, welcher so sehr an die Pflasterzähne des Gen. Gyrodus erinnert, dass ich ihn für nichts anderes halten kann. In meinem vorläufigen Berichte habe ich wohl an die Schlundzähne der Labroiden gedacht; nach genauerer Yergleichung aber kam ich zur Ein­sicht. dass er sowohl in Hinsicht der Grösse, als auch der Form von den Schlundzähnen dieser Knochenfische weit verschieden ist. Der flach gewölbte, oben ganz abgeplattete Zahn ist 1*3 und 1*4 cm. breit und 0'4 cm. hoch. Der untere Theil ist hohl, so dass die Zahnkrone eine ca. 2 mm. dicke Schale bildet, deren äussere Fläche von einer ca. 0'4 mm. dicken Emaillage überzogen ist. während der innere Theil aus einer I "6 mm. dicken, hell gelblichen, fein querfaserigen Dentinsubstanz besteht. In der Mitte der Emaillage zeigt sich ein ca. 5 mm. breiter, dunkler schiefergrauer ovaler Fleck, und um diesen herum verschieden gefärbte, ungleich breite Binge, unter welchen an dem steil abfallenden Hände ein gelblichweisser Emailring besonders auffällt. Unterhalb diesem ist der '1 mm. breite basale Emailring schon ganz vertikal, braungefärbt und sticht mit seiner stark gerieft-gerunzelten Structur von der übrigen glatten Parthie des Emails stark ab. Alle diese Charaktere weisen entschieden auf die Zähne der Ganoiden­Gattung Gyrodus hin. Weil aber die Gattung Gyrodus nach den bishe­rigen Erfahrungen nur von der Jurazeit an bis zum Ende der Kreidezeit lebte, so ist es nicht wahrscheinlich, dass eine hiehergehörige Art noch in der Pliocänzeit existirt hätte. Viel wahrscheinlicher ist es. dass dieser einzige Zahn aus den obercretaceischen Schichten der Fruskagora zu­fällig in den Cementmergel gelangte, wie ich faktisch von den Gesteinen und Mineralien der älteren Schichten dieses Gebirges ziemlich häufig kleinere oder grössere Fragmente im Cementmergel eingeschlossen fand, so besonders Serpentin und Magnetit. Es ist wohl wahr, dass es noch nicht gelang auf ursprünglicher Stelle in den obercretaceischen Schich­ten irgend welche Reste von Gyrodus zu finden, das seltene Vorkommen widerspricht jedoch nicht der Möglichkeit einer solchen zufälligen Ein­waschung. Es muss weiteren Eorschungen überlassen werden, darüber sichere Auskunft zu geben.

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