Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1904)
Stein, P.: Die amerikanischen Anthomyiden des Königlichen Museums für Naturkunde zu Berlin und des Ungarischen National-Museums zu Budapest
472 P. STEIN Stirn und Gestalt des Hinterleibes vollständig dem Männchen, ist aber nicht so tiefschwarz, sondern von der schwarzgrauen Färbung des Thorax heben sich 3 ziemlich feine, noch dunklere Striemen bei gewisser Betrachtung ziemlich deutlich ab. Die Grundbehaarung des Thorax ist kürzer und spärlicher, so dass die de deutlicher hervortreten. Der Hinterleib ist noch etwas heller grau bestäubt wie der Thorax und lässt eine deutliche Mittellinie und je ein Paar ziemlich ausgebreiteter, dreieckiger Flecke auf Bing 2 und 3 erkennen, während der 1. Bing fast ganz schwarzgrau gefärbt ist. Er ist fast ganz nackt und auch an den Seiten und den Hinterrändern der Binge nur kurz behaart. Auch an den Beinen fehlt die feine zottige Behaarung, so dass die gewöhnlichen Borsten mehr hervortreten. Die Yorderschienen tragen meist eine ziemlich lange und nicht sehr kräftige Borste auf der Mitte, die Mittelschienen aussen vorn und aussen hinten je 2 starke Borsten, bisweilen auch noch hinten 2, Hinterschienen aussen abgewandt mit 5—6. innen abgewandt mit 3 weit kürzeren Borsten. Die Flügel sind an der äussersten Basis gelblich, die Schüppchen sclimutzigweiss mit schmutziggelbem Saum. Schwinger dunkelbraun. In der Budapester Sammlung 1 d" und 3 J aus Callanga (Peru). 8. L. normata BIG. Ann. Soc. Ent. Fr. 1885. 272. 4. In der Berliner Sammlung 3 d aus den Cordilleren Columbiens, 1 C? aus Brasilien (SELLO leg.) und ein in der Thoraxzeichnung etwas abweichendes c? aus La Pita (PETERSEN leg.). Ich habe die Type bei Herrn VERRALL gesehen und gebe einige Merkmale an. Die eng zusammenstossenden Augen nehmen den ganzen Kopf ein, da Stirn und Wangen nicht vorragen und die Backen schmal sind. Fühler und Taster schwarz, Borste pubescent. Thorax ganz hellbraun bestäubt mit 3 scharf begrenzten, braunen Längsstriemen, von denen die seitlichen breiter, die mittlere schmal ist ; de 4. Schildchen graugelb, in der Mitte der Basis mit braunem Fleck. Hinterleib eiförmig, gelbgrau, fast durchscheinend, 1. Bing beiderseits mit einer braunen Querbinde, 2. und 3. Bing mit einer schmalen schwarzbraunen Hinterrandsbinde, die den Hinterrand nicht ganz erreicht, in der Mitte unterbrochen und hier scharf rechtwinklig nach oben gebogen ist, aber ein wein ig vom Vorderrand des Binges entfernt bleibt, 4. Bing mit 2 braunen, vorn und hinten abgekürzten Längsstriemen. Beine schwarz, Vorderschienen borstenlos, Mittelschienen hinten mit 1, Hinterschienen aussen abgewandt und innen abgewandt mit je 1 Borste. Flügel schwach gelblich, 3. und 4. Längsader an der Spitze fast parallel, hintere Querader kaum geschwungen. Schüppchen weisslich| Schwinger gelb.