Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1904)
Zimányi, K.: Pyrit Kotterbachról Szepes vármegyében
PYRIT VON KOTTERBACH IN OBER-UNGARN. 111 Der von mir gesammelte und im Folgendem beschriebene Pyrit stammt vom « Andrei »-Grubenfelcle des Grober-Ganges. Die Krystalle sind in grobkörnigen, stellenweise späthigen Siderit eingewachsen, welchen stellenweise weisser Quarz durchsetzt ; begleitende Mineralien sind derber Tetraëdrit und Chalkopyrit. Den Pyrit findet man auch eingewachsen im Quarz oder an der Grenze von beiden, ungeben von Siderit und Quarz. Selten sind kleine Drusenräume im Siderit und in denselben einzelne Sideritrhomboëder , und Quarzkrystalle der gewöhnlichen Combination. Die meisten Pyritkrystalle sind klein 0'5 —2 mm, seltener sind die grösseren, deren Dimensionen 4—8 mm erreicht. Am häufigsten sind die Krystalle vom pyritoëdrischen Habitus, seltener sind die hexaëdrischen. Die charakteristischeste Combination der pyritoëdrischen Krystalle ist {210}, {430}, entweder ist die eine, oder die andere Form vorherrschend, zu diesen treten beinahe immer {111} und {100} (Taf. X. Fig. 1 und 2). Man findet auch Krystalle, an welchen ein, oder zwei Pentagondodekaëder und das Oktaéder beinahe im Gleichgewichte entwickelt sind, und die übrigen Formen ganz untergeordnet auftreten. Unter den hexaëdrischen Krystallen ist selten das einfache (100}, oder dessen Combination mit {III}, viel häufiger treten zu diesen auch noch einige andere Formen (Taf. XI. Fig. 8—10). An den grösseren hexaëdrischen Krystallen sind die dominierenden Flächen stark gestreift, nur die kleinen, um die hexaëdrischen Ecken liegenden sind glatt und sehr glänzend. An diesen Krystallen sind mit breiteren Flächen entwickelt {210}, {430}, {('>10;, {920}, in welchem Falle die zwei letzteren parallel den hexaëdrischen Kanten des Pentagondodekaëders zart, wellenförmig gestreift sind (Taf. XI, Fig. 7—8). Nur die gewöhnlichsten Formen sind mit voller Flächenzahl ausgebildet, nämlich {210}, {430}. {100} und {ill}, die übrigen, hauptsächlich aber die Dyakisdodekaëder nur mit 1—4 Flächen. Im Allgemeinen sind die Flächen glatt und spiegeln gut, die breiteren Hexaëder- und Pentagondodekaëderfiâchen sind gestreift, {430} ist wenn auch grossentwickelt glatt. Die am Pyrit seltene Form {511} ist etwas rauh, hat schwachen Glanz, meistens grösser entwickelt als {211} (Taf. X. Fig. 6). Die Streifung wird durch Alternieren schmaler Flächen hervorgerufen, welche entweder einfache Indices haben, oder Yicinalflächen sind, wie {21.10.0}, {19.10.0}, {27.10.0}, {19.5.0} etc. An den gemessenen 11 Krystallen beobachtete ich 48 Formen (siehe pag. 105- 107 des ungarischen Textes), deren grösster Theil nämlich 29 Pentagondodekaëder und 13 Dyakisdodekaëder sind; die mit einem * bezeichneten 18 Formen sind für den Pyrit neu. Die häufigsten Formen