Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 1. (Budapest 1903)

Bernátsky, J.: A Majanthemum bifolium szerveiről

beobachtungen an majánthemum bifolium. 565 Convallaria majalis handelt, da derartig ausgebildete Exemplare habituell sehr an diese Pflanze erinnern. Iis zeigte sich, dass der scharfe Unter­schied. der bezüglich des Sprosssystems, der Yerzweigungsweise der Grundaxe zwischen Convallaria und Majanthemum im blühenden Zu­stand besteht, auch in dem Falle nicht im geringsten gestört wurde, wenn bei Majanthemum ein grundständiges Laubblatt zur Entwicklung gelangte. Das Rhizom verzweigte sich auch in diesem Falle rein sympo­dial und der oberirdische Stengel war terminal gebildet, wogegen (Ion­ra Havin bekanntlich monopodial weiter wächst und der Blüthenspross axillär entsteht. Und zwar war bei Majanthemum im erwähnten Falle die zur Fortsetzung des Rhizoms berufene Seitenknospe in der Achsel des grundständigen Laubblattes zu finden. So bedeuten also die terato'o­gisch mit einem grundständigen Laubblatt versehenen blühenden Exem­plare von Majanthemum keine Annäherung zu Convallaria ; dagegen nähern sich dieselben einer anderen Pflanze, nämlich Clintonia an, die soviel es bekannt, ist, im blühenden Zustand ebenfalls sympodial wird, aber am Grunde des oberirdischen Stengels die Laubblätter trägt. Im jugendlichen, nicht blühenden Zustand isr die Grundaxe von Majanthemum ebenso wie die von Convallaria monopodial verzweigt. Der Umstand, dass Majanthemum im Laufe der ontogenetischen Ent­wicklung, durch Umspringen von der monopodialen zur sympodialen Yerzweigungsweise, sich von Convallaria auffallend entfernt, lässt die Annahme berechtigt erscheinen, dass Majanthemum phylogenetisch jün­ger sein muss als Convallaria ; und dass Clintonia zwischen beide zu stehen kommt, erscheint ebenfalls sehr gerechtfertigt. Erklärung der Figuren im ungarichen Texte : Fig. t. Diagramm der Intlorenscenz von Majanthemum bifolium : a= erstes, h /weites Laubblatt. Nach der Reihenfolge der Zahlen folgen die Bracteen mit je zwei Blüthen. Fig. 2. Sprosssysteiu von Convallaria, schematisch im Diagramm dargestellt : / = erstes. /.weites Laubblatt. »> = InHorescenz. r = terminale Knospe, zur Fortsetzung des Rhizoms berufen. Fig. 3. Dasselbe von Majanthemum : u = das letzte Niederblatt, das terato­logisch als Laubblatt ausgebildet werden kann : n I = das vorletzte Niederblatt, i< = terminale Knospe als Inflorescenz, i* = axilläre Knospe, zur Fortsetzung des UhizoniB berufen.

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