Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 1. (Budapest 1903)
Enderlein, G.: Die Copeognathen des indo-australischen Faunengebietes
264 1 )' GÜNTHER ENDERLEIN 6. Areola postica steil und hoch. Behaarung sehr lang. Kolbea BERTKAU 1883. Areola postica flach und niedrig. Behaarung massig lang. _____ 7. 7. Areola postica massig lang, mehr halbkreisförmig. Behaarung des Aussenrandes der Yorderflügel sich nicht kreuzend. _ _ _____ 8. Areola postica sehr flach und langgestreckt. Behaarung des Aussenrandes der Yorderflügel sich kreuzend. _ _____ Pscudocaecilius n. g. 8. Behaarung des Bandes dicht, massig lang. Pterostigma normal. Caecilius C URT. 1837. Behaarung des Bandes wenig dicht, einreihig, lang. Pterostigma lang, schmal und etwa gleichbreit. Trichopsöcus KOLBE 1882. Pseudocaecilius n. g. (Taf. Y. Fig. 28—30). Nahe verwandt mit Epipsocus (Hagen 1866). nicht mit Gaecilius (C urtis 1837), wie es bei Betrachtung des Geäders zunächst den Anschein hat. Unterscheidet sich von Epipsocus nur durch das Fehlen der Querader zwischen Badialramus (r) und Media (m); beide Aeste sind vielmehr eine Strecke weit vereinigt. Es hat so vorliegende Gattung auch eine langgestreckte und flache 1. Cubitalzeile (Areola postica). eine lange zweireihige Pubesrirung der Yorderflügeladern und der Adern der Spitze des Hinterflügels. einen stark ausgebildeten Stigmasack, der eine kleine Strecke ausserhalb des distalen Theiles der Ader .sc an der Basis der Ader r v also an der inneren Spitze des Pterostigmas sitzt und meist zapfenartig nach hinten vorsteht (bei Caecilius befindet er sich am Gabelungspunkte beider Aderäste und ist meist sehr rudimentär). Ferner sind die Bandhaare des Vorder- und Hinterflügels am Aussenrand gekreuzt, indem die vom Vorderrand kommende Haarreihe nach hinten zu gebogen, die vom Hinterrand kommende Haarreihe nach vorne zu gebogen ist. der Aussenrand also zwei verschieden gerichtete Haarreihen trägt. Die Costa am Vorderrande des Pterostigmas ist immer sehr stark und breit ausgebildet und dicht pubescirt. Ebenso ist der Sexualdimorphismus gleich stark wie bei Epipsocus Hag. Die Männchen haben sehr grosse Augen, die meist nach hinten zu den Hinterhauptsrand überragen, einen schmalen Scheitel und sehr stark und lang pubesciite Fühler etwa von Vorderflügellänge. Die Weibchen haben dagegen verhältnissmässig kleine Augen, einen breiten Scheitel und massig stark, aber immer noch ziemlich lang pubesciite Fühler, die etwas grösser als die Vorderflügellänge sind. Ferner ist, ebenfalls wie bei Epipsocus, in beiden Geschlechtern das Endglied des Maxillartasteis" auffällig langgestreckt.