Czére Andrea szerk.: A Szépművészeti Múzeum közleményei 102-103. (Budapest, 2005)
FRITZ KORENY: Die heilige Margareta. Versuch einer Standortbestimmung
ANMERKUNGEN: 1 Pinsel mit schwarzer Tinte, von schwarz bis hellgrau laviert, an Gesicht und Händen mit Pinsel in roter Farbe strichelnd getönt. Uber zarter Vorzeichnung mit schwarzem Stift, bzw. blassgrauem Pinsel. Papier, 213 x 139 mm, Wasserzeichen: Ochsenkopf, Fragment; Kettlinienabstand 42 mm. Das Wasserzeichen - Ochsenkopf mit Augen, einkonturiger Stange (Hörner und Stange beschnitten) - findet seine nächste Entsprechung in der Ochsenkopfmarke eines Papiers, das in der Wasserzeichenkartei des Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand J 340, Piccard online Nr. 067992, für Aschersleben, 1418, dokumentiert ist. Herrn A. Haidinger, OAW Wien, danke ich für den Hinweis auf ähnliche Papiermarken - WZMA, Ref. Nr. 5000-674-207 und 5000-357-86 - in Klosterneuburger Handschriften von 1417 bzw. 1419-1422. Trotz vieler Gemeinsamkeiten in der Stellung der Augen - das rechte sitzt eine Drahtlinie höher oder der Verschiebung des Zeichens zur linken Kettlinie - unterscheidet sich der Ochsenkopf des Budapester Blattes distinkt von diesen durch seine auffallend kreisrunde Schädelform. Zustand: An allen vier Ecken beschnitten, ergänzt, vergilbt, verschmutzt, zahlreiche kleine Stockflecken, Darstellung etwas berieben. Horizontale Quetschfalte in Fußhöhe. Aufschriften / Stempel: recto, links oben, mit grauer Tinte „martin sien" (wohl nicht als „martin schön" also Martin Schongauer, sondern eher als „martin sien(a)" d.h. Simone Martini, zu lesen). Verso: links unten der Stempel Esterházy (Lugt 1965) - daneben mit Bleistift eine alte Inv.-Nr.: E. 17.11. In der Mitte Sammlungsstempel (Lugt 2000). Provenienz: Esterházy. Budapest, Museum der bildenden Künste, Inv.-Nr. 1. 2 Kopf Marias von einer Verkündigung, Acc. No. 1947.79 und Kopf des Verkündigungsengels, Acc. No. 1947.80, Cambridge (Mass.), Fogg Art Museum. 3 Leporelló bestehend aus 14 quadratischen Täfelchen, jedes mit 4 Zeichnungen, 40 Kopfstudien, 16 Tierköpfe, Wien, Kunsthistorisches Museum (Sammlung für Plastik und Kunstgewerbe), Inv.-Nr. KK 5003. 4 T. Gerszi, in Die Parier und der Schöne Stil 1350-1400, Ausst.-Kat., Köln 1978, Bd. 2, 750-751 (mit Hinweisen auf die vorangehende Literatur). A. Eörsi, Die Malerei der internationalen Gotik, Budapest, 1984, Nr. 18. Zum „böhmischen" Befund siehe auch A. Rosenauer, Das Musterbuch des Wiener Kunsthistorischen Museums, unpublizierte Hausarbeit am Institut für österreichische Geschichtsforschung (69 Seiten), Universität Wien 1962, wo er die Zeichnung typologisch wie stilistisch der böhmischen Kunst zuordnet. 6 K. Oettinger, Zur Malerei um 1400 in Osterreich, Wiener Jahrbuch für Kunstgeschichte 10 (1936), 85. E. Mitsch, in Gotik in Österreich, Ausst.-Kat., Krems-Stein 1967, 125, Nr. 44. 8 Gerszi 1978. 9 Ausführlich bei Jacobus de Voragine, Legenda aurea, Ubers, von R. Benz, 4. Aufl., Heidelberg 1963, 500-504.