Czére Andrea szerk.: A Szépművészeti Múzeum közleményei 102-103. (Budapest, 2005)
FRITZ KORENY: Die heilige Margareta. Versuch einer Standortbestimmung
22 DIE HEILIGEN DOROTHEA UND GEORG. WIEN, DOM- UND D1ÖZESANMUSEUM 23 DIE HEILIGEN MARGARETA UND DOROTHEA. HOLZSCHNITT (SCHR. 1404M). WIEN. ALBERTINA illustriert die Darstellung in paradigmatischer Klarheit die formprägenden Muster der Internationalen Gotik. Ikonographisch etwas ungewöhnlich steht Margareta - ähnlich der Muttergottes auf der Mondsichel oder Schlange - auf ihrem Attribut, dem Drachen. 9 In der rechten hält sie ein Kreuz mit kleeblattförmigen Enden. In beiden Details knüpft die Darstellung an böhmische Vorstufen in der Art der Madonnentafel mit den Heiligen Katharina und Margarete von etwa 1360, aus der Nachfolge des Hohenfurther Meisters an (Abb. 21). 10 Auch dort steht Margareta ruhig, der Zeichnung ähnlich, auf dem kleinen Drachen, der sich, ähnlich einer Komposition in Wien, mit geringeltem Schwanz und zähnefletschend geöffnetem Rachen unter der Last aufbäumt (Abb. 22). 11 In solch charakteristischen Zügen sowie in der breiten, seitlich konvex geschwungenen Krone und dem diese oben eng umfassenden, auf den Schultern aufsitzendem großen Heiligenschein, lebt dieser Typus bis weit ins 15. Jahrhundert fort. Beispiele wie der Einblattholz-