Garas Klára szerk.: A Szépművészeti Múzeum közleményei 56-57. (Budapest, 1981)

GARAS, KLÁRA: Christian Seybold und das Malerbildnis in Österreich im 18. Jahrhundert

83. Christian Seybold: Selbstbildnis. Budapest, Privatbesitz Unterhaltung. Vereinzelt wird der Maler mit einem Buch dargestellt, die Zei­tung gehört jedoch nicht zu den üblichen Attributen. Der einzige Künstler, der sich unserer Kenntnis nach mit einer Zeitung verewigt hatte, ist in der Tat Seybold und wir können nicht umhin, darin eine gewisse künstlerische Aussage, eine betonte intellektuelle und gesellschaftliche Stellungnahme zu erkennen. Sie steht in Einklang mit den Bestrebungen der besten Künstler der Zeit, ist mit dem sozialen und kulturellen Aufstieg des Künstlers verbunden und beglei­tet seine Standesentwicklung vom Handwerker und Hofbeidensteten zum unab­hängigen, gebildeten und auch geistig aktiven Maler der bürgerlichen Um­wälzung. Christian Seybold scheint ein wirksames und erfolgreiches Glied dieser Bewegung gewesen zu sein. Mit dem Bild aus 1745 eng verwandt und wahrscheinlich auch von Mitte der vierziger Jahre datierbar ist ein schönes Seybold Selbstbildnis in Buda­pester Privatbesitz (Abb. 83). 19 Auf dem leider stark nachgedunkelten Halb­figurenbild sieht man den Künstler vor seiner Staffelei sitzend, den Pinsel in 19 Budapest, Privatbesitz, öl, Leinwand, 80X60 cm.

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