Kaposy Veronika szerk.: A Szépművészeti Múzeum közleményei 45. (Budapest, 1975)

GARAS, KLARA: Über Meister und Vorgänger Maulbertsch

den hl. Augustin, die hl. Barbara sowie die Kreuzabnahme darstellend, endlich die zwei Gemälde Martino Altomontes, der hl. Josef und der hl. Antonius, den 22 Maj 1787 gegen Quittung dem Galerieinspektor Josef Rosa in Aufbewahrung in die kaiserliche Galerie übergeben. 22 Von diesem Zeitpunkt an kann das Schicksal der Bilder nur mit Mühe und nur sehr lückenhaft verfolgt werden. Im Oktober 1789 erhält der Galeriedirektor Rosa den Auftrag, die Altarbilder der aufgehobenen Dorotheerkirche dem Pfarrer zu Reindorf auszufolgen. 23 Es scheint sich dabei um vier Gemälde zu handeln; zwei befinden sich tatsächlich auch heute noch in der 25. M. J. Rottmayr: Der hl. August in. Detail. Budapest , Museum der Bildenden Künste. 1780—89 neuerbauten Pfarrkirche von Reindorf (Wien, XV. Bezirk): die in den Aufhebungsakten verzeichneten beiden signierten Gemälde Martino Altomontes ,,Josef mit Maria und dem Jesuskind" und ,,der hl. Antonius predigend", das Hoch­altarbild, die „Verherrlichung der hl. Dreifaltigkeit" war damals von Maulbertsch neu gemalt worden. 24 Die beiden anderen Seitenaltarbilder, 185.3 als die der ,,H1. Barbara" bzw. die der „Kreuzabnahme" erwähnt 20 , waren vohl die Gemälde Rott­mayrs gleicherweise aus der Dorotheerkirche stammend, die jedoch in der Kirche 22 »Akten über die Versteigerung' der Einrichtung des Dorot beerst if t es, Wien.« Wien, Niederösterreichisches Landesarchiv, K. C 337 C 2!), 1787 ad 202S, Xo.270!>. Vom lo Mai: »das Altarblatt von dem Hochaltar die Heilige Dorothea vortsteilend, gemahlt vom Bock, von dem ersten Seitenaltar rechter Hand die Kreuzabnehmung, von dem zweiten Seiten­altar rechter Hand die Bildniss des heiligen Augustin, beide von Rothmayers Pinsel, vom dritten Seitenaltar rechter Hand die Bildniss des heiligen Josef vom Meister Altomonti, vom zweiten und dritten Seiten Altar linker Hand die Bildnissen der heiligen Barbara und des heiligen Anton, die erst ere vorn be vorbesagt ein Meister Rothmayr, die zweyte hingegen vom Altomonti zusam also sechs Altarblätter zur einstweiligen Aufbewahrung von Seite des löbl. K. K. Kirchengeräthen Depositorium richtig übergeben worden seyen wird hiermit bescheinigt« Josef Rosa, Galerieinspektor. 23 E n g e r t h, E. v.: Kunsthistorische Sammlungen des allerhöchsten Kaiser­hauses. Gemälde. Beschreibendes Verzeichnis. Wien, 1888 III.S. 289 Nr. 237, 238. 24 Die beiden Altarbilder Altomontes waren lange für Werke Rottmayrs gehalten. S. T i e t z e, H. : Johann Michael Rottmayr. Jahrbuch der K. K. Zentralkommission, 1906 II. S. 133; Österreichische Kunsttopographie, 1908 II. S. 206, daselbst auch ein auf­gerolltes grosses Altarbild, mit der Darstellung einer weiblichen Heiligen, auf dem Boden erwähnt, möglicherweise die hl. Barbara Rotmayrs. S. auch Aurenhammer a. a. O. S. 132, die beiden Seitenaltargemälde richtig als Werke Martino Altomontes. 25 H a h n, M. : Der Bezirk Sechshaus. Wien, 1853 S. 40.

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