Radocsay Dénes - Gerevich Lászlóné szerk.: A Szépművészeti Múzeum közleményei 22. (Budapest 1963)

BENESCH, OTTO: Über den Werdegang einer Komposition Rembrandts

43. Rembrandt : Der Abschied des Engels von der Familie des Tobias. New York, The Pierpont Morgan Library Rembrandt : Az angyal búcsúja Tóbiás családjától. New York, The Pierpont Morgan Library Rembrandt arbeitete an diesem Bildthema am Ende der Dreissigerjahre. Zwei Zeichnungen in Berlin, Kupferstichkabinett (Benesch 179) und im Louvre (Benesch 180) zu dem Thema entstanden um dieselbe Zeit wie das Tobiasbild des Louvre : voll barocken Schwungs und kühner Bewegungsdynamik. Eine Zeichnung zu dem Thema, die Samuel van Hoogstraten als Schüler in Rembrandts Atelier zu Beginn der Vi erziger jähre schuf und die der Meister korrigierte (Oxford, Ashmolean Museum, Benesch Addenda 20), übernimmt die Engelsgestalt gegensinnig aus Rembrandts Tobiasbild im Louvre. Damit ist die enge geistige und formale Verknüpfung der beiden Themen in Rembrandts Umkreis schon ausgesprochen. Eine weitere Schü­lerzeichnung in Aschaffenburg (Benesch 853), vielleicht von Ferdinand Bol, stellt das Gespräch des Engels mit Manoah und seinem Weibe dar. Auch sie wurde von Rembrandt überarbeitet, der in grossen Federzügen den szenischen Hintergrund des berühmten Dresdener Bildes (Bredius 509) darauf setzte. Rembrandt trug sich offenbar zu Ende der Dreissiger- und zu Beginn der Vierzigerjahre mit dem Gedan­ken, ein Bild des Manoah-Themas zu malen (nicht erst als Danksagung für die Ge­burt seines Sohnes Titus, wie man vermutete). Es kam nicht dazu. Offenbar zog ihn die Riesenarbeit der « Nachtwache » davon ab. Wurde doch auch die begonnene Arbeit am « Hundertguldenblatt » für eine Reihe von Jahren unterbrochen. 6 Bulletin 22 SI

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