Hedvig Győry: Mélanges offerts a Edith Varga „Le lotus qui sort de terre” (Bulletin du Musée Hongrois des Beaux-Arts Supplément 1. Budapest, 2001)

HELMUT SATZINGER: Zur Kontraktion der Lautfolge VjV im Vor-Urkoptischen

Zur Kontraktion der Lautfolge VjV im Vor-Urkoptischen éíiebe GLdith, (Skh habe in mänem Chartenfitr ^3ich (S&htmen qesucht, aber was ich gefunden habe, waren eher fisteln. cHun, manche éieute finden auch fisteln schön, hoffentlich auch ^3u! C^Ce/mui "an kann die Vokalisation eines koptischen Wortes bzw. eines ägyptischen XVJjWortes, dessen spätzeitliche Aussprache in etwa bekannt ist, auf das Konsonantenskelett, wie es in Lexikon und Grammatik erarbeitet worden ist, pro­jizieren. Dabei wird man vernünftigerweise berücksichtigen, wie sich die einzelnen vokalischen Laute bis zur Spätzeit hin verändert haben. Das, was man bei dieser Prozedur erhält, gehört zu dem, was man mit W. J. Edgerton 1 "Paläokoptisch" oder "Urkoptisch" nennt. Dieses theoretische Konstrukt ist das Idiom, für das das "Zweisilbengesetz" gilt: Der Akzent kann nur auf die vorletzte oder die letzte Silbe eines Wortes fallen (eine wichtige, aber marginale Ausnahme - die "älteren Komposita" - behandelt G. Fecht, Wortakzent und Silbenstruktur 2 ). Ist die betonte vorletzte Silbe offen, so kann ihr Vokal nur lang sein: (.. .-)CV-. Ist sie geschlossen, so kann ihr Vokal nur kurz sein: (.. .-)CVC-. Die letzte Silbe hat auf jeden Fall genau diese Struktur, ob sie betont ist oder nicht: (.. .-)CVC. Unbetonte Silben haben auch dann einen Kurzvokal, wenn sie offen sind. Das Urkoptische kennt also nur Positionslängen (d. s. solche, die sich rein aus der Silbenstruktur eines Wortes ergeben) und keine Naturlängen (d. s. solche, die im Wortstamm vorgegeben sind, wie in lat. flös). Das Urkoptische hat keine doppelt geschlossenen Silben *-CVCC-, wie es auch keinen Silbenanlaut kennt, der von zwei (oder mehr) Konsonanten gebildet wird, wie *-CCV-. Jedes prosodisch selbständige Wort beginnt mit genau einem Konsonanten, und es endet mit genau einem Konsonanten. 3 1 William F. Edgerton, Stress, vowel quantity, and syllable division in Egyptian, JNES 6 (1947), S. 1-17. : G. Fecht, Wortakzent und Silbenstruktur. Untersuchungen zur Geschichte der ägyptischen Sprache, Ägyptologischc Forschungen 21, Glückstadt-I lamburg-New York 1960, passim. : Siehe Fecht, a.a.O. S. 2 - Dies ist eine sehr rigide Struktur, zu der es unter den bekannten natürlichen Sprachen kaum Entsprechungen gibt. Zu vergleichen wäre in erster Linie das Kairener Arabisch, wo jedoch Wörter, deren Pacnultima und Antepaenultima kurz sind, auf der AntepaenuMma zu betonen sind: kátubit "sie hat geschrieben'; it\-t\älaba 'die Studenten' usw. Für eine Elision des vorletzten Vokales stehen nur die Kurzvokale u und i zur Verfügung: x/7si/i 'sie hat geendet' (aus xüis\ + it).

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