Hedvig Győry: Mélanges offerts a Edith Varga „Le lotus qui sort de terre” (Bulletin du Musée Hongrois des Beaux-Arts Supplément 1. Budapest, 2001)
FAROUK GOMAA: Ein Tempelblock aus el-Kom el-Ahmar/Scharuna in Budapest
Schließlich lässt sich über die Kultstätte der Hathor namens S KQ)S noch folgendes aufführen: Es gab einen See namens Gl$ (®^"í\=-í ), auch (<=Li s ) geschrieben. Er kommt im Kapitel 64 des Totenbuches vor und wurde von Brugsch mit dem in ptolemäischen Tempelinschriften genannten Kanal oder Gewässer namens GiwiS bzw. G>8 identifiziert 22 . Dieser Kanal bzw. das Gewässer ( m M-b\=z lag auf dem Gebiet des 17. Oberägyptischen Gaues 23 , und ist vermutlich mit dem hier behandelten S K{>)$ zu identifizieren. Da aber vielleicht schon nach dem Mittleren Reich das Gebiet des 18. dem 17. Oberägyptischen Gau angeschlossen war 24 - und im Papyrus Jumilhac beide Gaue zusammengefasst sind 25 - und schließlich die Falkenstadt (Hardai), der Hauptort des 17. Oberägyptischen Gaues, in einer Städteliste im Tempel von Edfu zu den Orten des 18. Gaues gezählt ist 26 , muss die hier behandelte Kultstätte der Hathor auf dem Gebiet dieser beiden Gaue zu suchen sein. Man kann aber mit Sicherheit annehmen, dass die Kultstäfte der Hathor namens S K(3)S in unmittelbarer Nähe von el-Kom el-Ahmar/Scharuna zu suchen ist, wo einst ein großer Tempel der Hathor gestanden hat. Der Name dieser Kultstätte wurde bisher jedoch nur auf Denkmälern aus diesem Ort gefunden. Farouk Gomaà Ägyptologisches Institut der Univ. Tübingen - Dazu s.: H. K. Brugsch, Dictionnaire géographique de l'ancienne Egypte, Leipzig 1879, S. 823. S. z.B. Edfoii IV, S. 187 u. Bd. V, S. 119; cf. auch Gauthier, a.a.O. (Anm. 13) Bd. V. S. 212 und Montct, a.a.O. (Anm. 13/ Bd. II, S. 170. a Dazu s. W. Hclck, Die altägyptischen Gaue, TAVO Beih. B/5, Wiesbaden 1974, S. 116f. 25 Vandier, a.a.O. (Anm. 15), S. 41. 7 "Edfou\\, S. 231.