Hedvig Győry: Mélanges offerts a Edith Varga „Le lotus qui sort de terre” (Bulletin du Musée Hongrois des Beaux-Arts Supplément 1. Budapest, 2001)

LUISE GESTERMANN: "Gegrüßet seiest Du, Schöngesichtiger" - Zur Bonner Mumienmaske des Imhotep

det sich Tb 151a auf ihr aber nicht, und es ist auch die Aufteilung und bildne­rische Gestaltung des Hypocephalos eine andere als bei der des Bonner Stücks. Für die Anbringung von Kapitel 151a des Totenbuchs auf einer Mumien­maske lassen sich insgesamt vier Beispiele benennen. Abgesehen von der Maske in Paris und der Bonner Maske sind dies eine weitere in Florenz und ein Stück, das in Abydos gefunden wurde 27 . Wie das Exemplar aus Florenz zeigt, konnte eine Bestattung zusätzlich mit einem - getrennt hergestellten ­Hypocephalos ausgestattet sein 2 *, so daß diese beiden Elemente eine Einheit bildeten, ohne daß sie hier allerdings auf einem Gegenstand zusammengeführt worden wären. Die gemeinsame Anbringung von Hypocephalos (mit Ausschnitten aus Tb 162) und Tb 15 la auf derselben Maske findet sich nur auf den beiden genannten Stücken in Paris und Bonn. Es liegt allerdings nahe, in beiden Fällen (bei getrennt gearbeitetem wie integriertem Hypocephalos) eine Zusammenführung unterschiedlichen Gedankenguts zu sehen. Wie es häufig zu beobachten ist, scheinen sich die jeweiligen Inhalte dabei eher zu ergänzen, denn einander auszuschließen. Die Übereinstimmungen zwischen der Mumienmaske des Imhotep sowie der in Paris erstrecken sich auch auf den gestalterischen und textlichen Bereich der Hypocephaloi 29 . Der innerhalb des Hypocephalos als äußeres Band umlaufende Text (s. Abb. 2) zeigt dabei deutliche Parallelitäten zwi­schen beiden Versionen. Dies ist insofern bemerkenswert, als die Varianz zwischen den Randinschriften der einzelnen Hypocephaloi ansonsten sehr breit ist. Bei den Randinschriften von drei weiteren Hypocephaloi aus Abydos sind gleichfalls "Ähnlichkeiten" mit der Bonner Mumienmaske ­und infolgedessen auch mit der in Paris - festzustellen 10 , doch beinhalten ­7 Zu der Maske in Florenz (Inv. Nr. 5708b) s.a. die folgende Anm., zu der aus Abydos s. T. E. Peet, The Cemeteries of Abydos II. - 1911-1912, EEF 34, London 1914, S. 92 mit Fig. 52 (aus Grab E 422); Varga, a.a.O. (Anm. 4), S. 67, Fig. 10; vgl. a. die Zusammenstellung bei Lüscher, a.a.O. (Anm. 12), S. 54 mit Abb. 21 und Anm. 194-197. 2 * Zu diesem bislang unpublizierten "Ensemble", bestehend aus Mumienmaske mit Tb 151a (Florenz 5708b) und Hypocephalos (Florenz 5704), s. Varga, a.a.O. (Anm. 4), S. 69, Anm. 43, wonach noch ein weiterer Hypocephalos, auf Leinwand geschrieben (London, University College 576), aus demselben Kontext stammen soll. M Auf der Grundlage der bisherigen Publikationen zu der Maske in Paris lassen sich die beiden Versionen von Tb 151a nicht miteinander vergleichen, allerdings ist bei diesem Text nicht zu erwarten, daß die beiden Masken dabei Übereinstim­mungen aufweisen, die sie gegen andere Bezeugungen abgrenzen würden. 50 So auch Vandier, a.a.O: (Anm. 19), S. 99 mit Anm. 17; Varga, a.a.O. (Anm. 4), S. 69 mit Anm. 42; Zu den 1 lypocephaloi aus Abydos s. W.M.F. Petrie, Abydos I, EEF 22, London 1902, Tfn. LXXVIf. und S. 49ff.; Das Exemplar ibidem. Tf. LXXVII oben befindet sich heute in Boston, Museum of Fine Arts 02.766, s. S. D'Auria - P. Lacovara - CH. Roehrig (Hrg.). Mummies cê Magic. The Funeraiy Arts of Ancient Egypt, Boston 1988, S. 228, Nr. 183; zum Verbleib der Hypocephaloi s.a. PMW, S. 75, und Varga, a.a.O.(Anm. 4), S. 69, Anm. 42.

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