Füzes Endre: A szántalpas hombártól a tájházig (Skanzen könyvek. Szentendre, Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 2012)
Népművészet - népi iparművészet - A Janus Pannonius Múzeum szaru sótartói
mit seinem Messer und formte das Ornament mit solch tiefen und breiten Linien. Die Ornamente sind hier grösser, einfacher und breiter. Die Ornamente färbte er, indem er warmen Siegellack verschidener Farbe in die ausgehobenen Linien drückte. - Viel minuziösere und feinere Muster wurden mit der Ritztechnik erzeugt. Bei dieser ritzte der Erzeuger das Motiv mit der Spitze seines Messers in das Horn und rieb sodann die geritzte Linie mit Russ, Hutfett oder gebrannter Nuss ein. Das Scheidewasser wurde mit dem Strohalm oder einer Gänzefeder auf das Horn aufgebracht, das es dann an dieser Stelle gelb oxidierte. Auf die Bewertung der Sammlung übergehend, kann festgestellt werden, dass wir unsere Salzfass-sammlung auf Grund des Materials, der Form und des Ursprungsortes der Salzfässer nicht zu gruppieren vermögen. Wir sind nur dann in der Lage dies zu tun, wenn wir die Schmückungstechnik ins Auge fassen. Diese übt entscheidenden Einfluss auf die äussere Erscheinung des Stückes aus, setzt die Möglichkeiten der Ornamentik und der Kolorierung fest, ja beeinflusst das Ornament selbst. Wir können also feststellen, dass die Ornamentik der Horn-Salzfässer von der Technik des Ornamentierens abhängig ist. Wenn wir die einzelnen Techniken des Ornamentierens zeitlich placieren wollen und zu diesem Zweck die auf den Salzfässern sichtbaren [Jahreszahlen] untersuchen, finden wir, dass die gravierten Salzfässer zwischen 1877 und 1898, die geritzten aber zwischen 1892 und 1960 angeferigt wurden, dass also die Gravierten die älteren sind. Die Gegenstände der Sammlung erbrigen auch den Bewies, dass die beiden Techniken auch gleichzeitig nebeneinander bestanden. Mit dem geschichtlichen Nacheinander der zwei Techniken beschäftigen sich János MANGA und György DOMANOVSZKY Nach der MANGAs ging die Ritztechnik der des Gravierens voraus. Nach DOMANOVSZKY beweisen datiertem Gegenstände entschheidend dass die Technik des Gravierens und das Kolopieren mit Siegellack zuerst angewandt wurde, obzwar er diese Tatsache nicht erklären konnte. Es ist zwar wahr, das die Graviertechnik und die Farbgebung mit Siegellack, die den Einlegearbeiten des Kunstgewerbes nahestehen, logisch als höher entwickelt zu betrachten wären als die Ritztechnik, doch nur scheinbar. Auf Grung unserer Sammlung müssen wir Dontanovszky recht geben, d. h. wir müssen den zeitlichen Vorrang der Technik des Gravierens und dem Kolorieren mit Siegellack geben. Unserer Ansicht nach kann man dein Oben erwähnten logischen Widerspruch, auf Grund der eingehenden Untersuchung der Technik und der geschmückten Gegenstände erklären, doch ist das im Rahmen dieses Aufsatzes nicht möglich. Unsere Sammlung kann auf Grund der zwei Arten der Schmückungstechnik in zwei Gruppen geteilt werden: gravierte und geritzte Gegenstände. Charakteristisch für die gravierten Salzfässer ist, es, dass ihre Ornamente meistens stilisierte Blumen geometrischen Charaktere sind. Auf einigem sind auch figurale Ornamente zu sehen. Die Ornamente der geritzten Salzfässer sind viel leichter, viel genauer ausgearbeitet und die minuziöse Zeichnung ist viel ausdrucksvoller. Diese Salzfässer können wir in vier Gruppen einteilen. In die erste Gruppe gehören diejenigen, auf deren Oberfläche Pflanzen- und Tierdarstellungen zu sehen sind. In die zweite Gruppe gehören diejenigen Salzfässer eingereiht, auf deren Oberfläche Einzelmenschen 354