Cseri Miklós - Sári Zsolt (szerk.): Vidéki életmódváltozások a 20. században (Szentendre, Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 2009)
Sári Zsolt: Típusterves építkezések és az életmód átalakulásának kapcsolata
Stubenzahl, ab den siebziger Jahren wurden dann eher Badezimmer zugefügt. Eine weitere Form der Erneuerung und Erweiterung stellt der Abbau des alten Hauses dar, wobei der hintere Teil, die Wirtschaftsräume behalten wurden und das neue Haus mit zwei Stuben an der Straßenfront angebaut wurde. Ab den sechziger Jahren verbreitete sich schnell der neue Haustyp, das Straßenbild des Dorfes immer mehr prägende Würfelhaus, das die früheren, traditionellen Bauformen und -typen völlig beiseite gelassen hatte. Als Ergebnis der neuen Haustypen, der Modernisierung und der technischen Entwicklung erschienen neue Gegenstände und Objekte in der gegenständlichen Kultur, die eine Auswirkung auf die Lebensweise hatten: es reicht hier die Beleuchtung, die elektrischen Geräte, die Wasserleitung und die Modernisierung der Heizung aufzuzählen. Parallel mit der Aufhebung der Bauernwirtschaften wurden in den sechziger Jahren die Backöfen abgebaut, die neuen Wohnhäuser wurden mit Kohle- und Olöfen geheizt, in den Küchen wurden Sparherde und in den siebziger Jahren Gasherde aufgestellt, die manchmal simultan verwendet waren. All dies bewirkte Änderungen in der Wohn- und Ernährungskultur, aber auch in der Freizeitgestaltung. Das Würfelhaus bedeutete nicht nur eine Änderung im Grundriss, sondern auch in der Dachstruktur (Zeltdach, Mansarde), im Weiteren verbreiteten sich neue Baumaterialien (Beton, Ziegel). Die Lebensweise machte einen grundlegenden Wandel durch als Folge der Agrarumgestaltung (LPGs, Hofstellen), der Industrialisierung (Doppelleben), der Beruftätigkeit von Frauen (Änderung in den Rollen der Geschlechter, neue Zeiteinteilung und Arbeitordnung), sowie der Auswirkungen der Modernisierung und Urbanisierung. All dies beeinflusste die Wohnungsbenützung, sowie den Stil und die Einrichtung der neu gebauten Häuser. Ab den siebziger Jahren hing der Hausbau und die Wohnungsqualität immer mehr mit dem Wohlstand der Familie zusammen, die neuen Häuser wiesen eine weitere Differenzierung auf, die regionalen Unterschiede nahmen ab, die Haustypen entstanden aufgrund der finanzieller Lage der Familie. Die Wohnhäuser stellten wieder Statussymbole dar; dem Dorfbild völlig fremde Wohnhäuser mit Stockwerk wurden in den Dörfern gebaut. Die Generationen trennten sich weiter, die Jungen zogen in neue Häuser und durch den Bau von neuen Häusern entstanden neue Dorfteile. 52