Cseri Miklós - Horváth Anita - Szabó Zsuzsanna (szerk.): Entdecken Sie das ländliche Ungarn!, Museumsführer (Szentendre, Ungarisches Freilichtmuseum Szentendre, 2007)

II Marktflecken in Oberland - II-3 Wohnhaus, Hejce

11-4 Wohnhaus, Erdőbénye I Familienmitglieder ^^^^ verabschieden sich von István Meszes Kovács an einem Frühlingsmor­gen im Jahr 1880. Er fährt mit einer Fuhre Wein los. Die Aus­stellung demonstriert die regio­nale Bedeutung des Weinhandels in diesem Hof. Ende des 19. Jahr­hunderts war Hejce der kleinste Marktflecken im Komitat Abaúj. Das als Reproduktion aufgebaute Steinhaus wurde ursprünglich gegen 1780 in der Hauptstrasse errichtet. Ein tiefer; langer Keller befindet sich unter dem mit Dachziegeln bedeckten Haus mit Giebelwand. Von der Straßenseite her betre­ten wir das Presshaus mit Tonnengewölbe, das ein Korridor mit dem Keller verbindet. Der Raum funktionierte zeitweilig auch als Weinschank. Von hier führen innere Treppen ins Wohn­haus. Die lokale Überlieferung nennt die Steinhäuser in Gönc und Hejce "Husitenhaus". Dies deutet auf ihren "mittelalterlichen", "deutschen" und "städtischen" Charakter; der von der dörflichen Umgebung stark abweicht. Diese Bauten bewahren eine Tradition des Burgbaus; die Bewohner meinten, sie seien älter als sie tatsächlich sind. Patriotische Bilder schmücken die Wände der Wohnstube, wie damals in allen reformierten Häusern. Das Bild an der Hofseite stellt ein Thema des Freiheitskrieges 1848 dar Im Presshaus steht eine Kelter mit

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