Zentai Tünde: Domus Rusticae Baranyienses: A baranyai parasztházak változása a 18. század végén (Szentendre: Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 1989)

Domus rusticae Baranyenses, Wandlung der Bauerhäuser in Baranya am Ende des 18, Jahrhunderts

DOMUS RUSTICAE BARANYIENSES Wandlung der Bauernhäuser in Baranya am Ende des 18. Jahrhunderts Die Studie analysiert die Aufzeichnungen über Bauernhäuser der zwischen 1785-1786 zusammengestellten sog. „Széchényi-Beschreibung" Descriptio Physico Politico Topographica ComitatusBaranyensis, die für die historisch-eth­nographische Erforschung des Bauerntums von erstrangiger Bedeutung ist. Die 1653 folio, d. h. 3306 Seiten umfassende Descriptio enthält eine ausführliche Beschreibung sämtlicher-damals 352-Siedlungen des Komitats Baranya. Da­runter bilden nur zwei Ortschaften, die freie königliche Stadt Pécs (Fünfkirchen) und der von Adeligen bewohnte Marktflecken Szabadszentkirály eine Ausnah­me. Punkt 1-166 des Fragenkomplexes 9 befassen sich mit den Bauern. Drei Fragen darunter richten sich auf die Häuser der Hörigen. Die Descriptio enthält eine konkrete Frage danach, wie man vor den „königlichen Verordnungen" ge­baut hat und wie man seither baut. Die Antworten wurden außer den bereits er­wähnten zwei Ortschaften überall aufgezeichnet. Daraus ergibt sich ein einzigar­tig ausführliches Bild über die Bauweise im Komitat Baranya, das zugleich auch die diesbezüglichen Veränderungen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts veranschaulicht. Um die Quelle richtig deuten zu können, mußten wir die Gestaltung von Ro­dungsrecht sowie Bauholzversorgung der Hörigen untersuchen, mit besonderer Rücksicht auf das Zustandekommen und die Entstehungsursachen der in der Descriptio als Bezugspunkt genutzten „königlichen Verordnungen". Bis zum En­de der Türkenherrschaft (1526-1686) und während der darauffolgenden Jahr­zehnte voller Kriege entstand ein Holzmangel, der zu Beschränkungen in der Holzversorgung der Hörigen führte. Die in der ersten Hälfte bzw. um die Mitte des 18. Jahrhunderts erstarkende Meiereiwirtschaft sowie die breitangelegten Bauarbeiten führten zu einer weiteren Aufwertung des Bauholzes. Die Grund­herren waren bestrebt, den Bau Häuser mit Holzkonstruktion einzuschränken. Die sich in dieser Hinsicht verschärfenden Interessenkonflikte führten schließlich zu einer zentralen Regelung der Frage durch den Herrscher. Ein wesentliches Moment dieses Vorgangs war die Landesforstordnung von 1769. Am 21. Dezem­ber 1772 erließ dann Maria Theresia einen allgemeingültigen „königlichen Be­iehrdarüber, daß „...die Untertanen die Wände der Gebäude aus festen oder wenigstens rohen Materialien bauen sollen und das Herrschaftsgut ihnen Holz aus dem Wald nur für Dachkonstruktionen, Türen, Fenster und ähnliches mehr aushändigen soll..." Diese letzterwähnte Verordnung ist es, deren Einhaltung in der Descriptio mit Aufmerksamkeit begleitet wird. In unserer Studie wird der un­garische Text dieser wichtigen behördlichen Bauordnungen publiziert. Dise Text­veröffentlichung wird noch durch die Vorschriften über den Bau von Schornste­inen der Landesbrandordnung von 1768 ergänzt. Der zweite Teil der Abhandlung enthält eine konkrete Analyse der Daten der Descriptio über die Häuser. Diese Daten informieren vor allem über die Ände-

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