Cseri Miklós szerk.: A Kisalföld népi építészete - A Győrött 1993. május 24-25-én megrendezett konferencia anyaga (Szentendre; Győr: Szabadtéri Néprajzi Múzeum, Xantus János Muzeum, 1994)

KOTTMAYER Tibor: Század eleji rajzok a Kisalföldről, vázlat Pálos Ede munkásságáról

Zeichungen aus der Kleine Tiefebene vom Anfang des Jahrhunderts. Eine Skizze über die Tätigkeit von Ede Pálos Ede Pálos, ursprünglich Pawlas, war einer der zahlreichen fast unbekannten Autoren des Ethnographischen Mitteilungsblattes (Néprajzi Értesítő). Nur zwei Studien sind von ihm erschie­nen, in den Jahren 1906 und 1911. In der ersten Studie beschäftigte er sich mit Darstellungen aus dem Bereich des Volksglau­bens und Aberglaubens und Zäunen, in der zweiten mit der Volkskunst der Győrer Gegend. Der in Arad geborene Ede Pálos kam nach Beendigung seiner Schulen nach Győr. Er wurde zum Professor der damaligen Hauptrealschule - das ist das heutige Milós-Révai-Gymnasium - im Fach Freihandzeichnen. Er hatte eine vielfältige Tätigkeit. Er beschäftigte sich mit dem Erbe von Miklós Révay, mit der Methodik des Zeichnenunterrichts, leitete den Paddelbootverein der Schule und gründete 1914 die erste Pfadfindergruppe der Realschule. Anhand der bisherigen Untersu­chungen kann behauptet werden, daß er fast wie ein Mönch lebte, ohne Familie, fern von den Verwandten widmete er all seine Kraft der Forschung und dem Unterricht. Die ersten Zeichen seines ethnographischen Interesses habe ich im Jahr 1900 entdeckt: er kauft volkstümliche Gegenstände für das Zeichenkabinett. Von da an führte er bis zu seinem Tod seine Sammlungs- und Verarbeitunstätligkeit mit unterschiedlicher Intensität durch, vermutlich stand er in direktem oder indirektem Kontakt mit den Herausgebern der Serie „die dekorative Kunst des ungarischen Volkes". Darauf weisen auch die Veränderungen der Thematik seiner Sammeltätigkeit hin. < Die Beschäftigung mit der Tätigkeit von Ede Pálos war durch den glücklichen Zufall induziert, daß 1985 vier Skizzenbücher von ihm aufgefunden worden waren, in denen etwa 700 eigenhän­dige Bleistiftzeichnungen und mit Wasserfarben colorierte Abbildungen zu finden sind. Die folgeneden Tematischen Gruppen lassen sich bestimmen: Architektur: Zäune, Tore, Götzbilder, Giebel, Fassaden, Putzmotive, Kostruktionsskizzen, Grundrisse, Hausbalken, De­tailzeichnungen. Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände: Möbelstücke und ihre Dekoration, Ofenkacheln, Werkzeuge, Vermählungsgeschenke, Stickereimotive. Sonstiges: Genrebilder, Wandzeichungen, Brunnen, Landschaftsbilder. Die Notizen zu den Zeichungen beinhalten wichtige Angaben hinsichtlich der Objekte und der Folklore. Mit deren Hilfe können die Sammelrouten und deren Zeitpunkt, sowie die Arbeitsme­thode und die Betrachtungsweise des Autors rekonstruiert werden. Diese Studie schildert die erste Phase der Vorbereitung des Abbildungsmaterials zur Publi­kation, in Verbindung zur Ausstellung der Abbildungen, die in Győr und Szombathely veranstaltet wurde.

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