Cseri Miklós, Füzes Endre (szerk.): Ház és ember, A Szabadtéri Néprajzi Múzeum évkönyve 18. (Szentendre, Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 2005)
OZSVÁTHNÉ CSEGEZI MÓNIKA-OZSVÁTH GÁBOR DÁNIEL: A régi Szeged múlékony jellegzetességei: a napsugárdíszes házoromzatok
es, harmonisches Straßenbild gestaltet werden kann. Eine Katastrophe war nötig dazu, dass dieses überall in Europa in verschiedenen Kunstrichtungen erscheinende Sonnenstrahl-Ornament mit Hilfe von sensiblen, nicht nach Selbstverwirklichung strebenden Architekten in der Baukunst von Szeged seinen Höhepunkt erreichte. Sándor BÁLINT verbindet die Verbreitung der Hausfassaden mit Sonnenstrahlenmotiv mit Szeged: aufgrund unserer bisherigen Kenntnisse wollen wir dies damit vervollständigen, dass ein früher weit verbreitetes Motiv dank dem Neubau nach dem Hochwasser im Jahr 1879 bis zur Jahrhundertswende in Szeged bezeichnend geworden ist, und Szeged wurde zum ausstrahlenden Zentrum der Renaissance des Motivs. Nach dieser Zeit verschmolzen die Hausfassaden mit Sonnenstrahlenmotiv mit dem Süden der Großen Tiefebene, und darin mit Szeged. Die Region wurde das aktive Ausstrahlungszentrum des Stils in Richtung Bánság sowie andere Regionen des Gebiets zwischen Donau und Tisza. Wir haben die Entwicklung und das Weiterleben des Ornamentes in Frage nur in denjenigen Ortschaften untersucht, wo diese Fassaden in einer bis heute zu wertenden Anzahl aufbewahrt sind. Es lässt sich feststellen, dass normalerweise abweichende, charakteristische, lokale Bauproportionen aufgetreten sind. In den umgestalteten Baukonstruktionen können wir die Einwirkungen der Urbanisation, gegeben von der Siedlungsgröße, verfolgen. Diesem hervorragenden Beispiel der gebauten Umgebung droht die Vergänglichkeit: die urbanisierte Stadt verzehrt es unaufhörlich. Károly Cs. SEBESTYÉN schrieb darüber überraschend früh, bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts, 1904: "dieses interessante Hausornament wird innerhalb von absehbarer Zeit völlig verschwinden". Er erklärte dies zu einer Zeit, als in Szeged die Häuser mit Sonnenstrahlen-Fasseden noch Straßenweise standen. Die erste Datenerfassung fand vor 60 Jahren statt. Sándor Bálint und seine Studenten führten die Arbeit zu Beginn der 1940er Jahre aus. Heute bestehen nur noch 20-25% der damaligen Häuser. Der Ethnograph-Professor, Antal Juhász mahnte 1980: im letzten Jahrzehnt beschleunigte sich das Verschwinden der Sonnenstrahlen-Häuser. Leider werden zuerst diejenigen Häuser abgebrochen, die ihr ursprüngliches Aussehen am besten bewahrt haben. Da diese inzwischen durch wertzerstörende Erneuerung nicht verdorben wurden, sind sie heute ziemlich heruntergekommen. Es scheint, dass nicht mal die schnelle Abnahme ihrer Zahl die zuständigen Behörden der Stadt Szeged genügend motivieren kann, damit sie mindestens (pro Stadtteil) ein Haus restaurieren und als regionales Museumshaus einrichten. Wir sind überzeugt, dass die Möglichkeit noch besteht, diesen Prozess umfassend zu analysieren und zu verarbeiten. Dieser Aufsatz zählt neben dem Interesse der Lokalgeschichte auch auf das Interesse des Baufachs, der Erforschung der Volksbaukunst und der Ausbildung im Bereich der Denkmalschutzund Volksarchitektur. Die ethnographische Ausbildung kann ihn als ein bestimmendes Beispiel in der Volksarchitektur der Region Süd-Tiefebene betrachten. Die architektonische Motivwelt, das schöne Beispiel für das Zusammenwirken der studierten und der Volksarchitektur kann den Studenten der Denkmalschutzausbildung vorgelegt werden. Die Fachleute der Urbanistik können hier ein Vorbild und Beispiel für eine mit lebbaren architektonischen Mitteln gestaltete Umgebung sehen. Unser Aufsatz will auf die oben verfassten Fragen eine Antwort geben, sowie die Aufmerksamkeit der Fachleute auf weitere, ähnliche Bereiche lenken aber auch zu Fachdiskussionen motivieren.