Cseri Miklós, Füzes Endre (szerk.): Ház és ember, A Szabadtéri Néprajzi Múzeum évkönyve 16. (Szentendre, Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 2003)

ZENTAI TÜNDE:A hidasi ház és telek berendezése

IRODALOM BODOR György 1975 Székely honfoglalás 1945-ben. Forrás 3. sz. 70-74., 4. sz. 59-68. KŐHEGYI Mihály-TÓTH Ágnes 1989 A bukovinai székelyek letelepítése Észak­Bácskában. Dunatáj. 4. sz. 58-75. 1991 Bodor György összefoglaló jelentése a Bonyhád környéki telepítésről (1945). In: Völgység két évszázada (szerk.: SZITA László-SZŐTS Zoltán). 129-140. Bony­hád KŐHEGYI Mihály-MERK Zsuzsa 1992 Székelyek kiutasítása Jugoszláviából. Néprajzi Látóhatár. 3-4. sz. 162-168. V1DECZ Ferencné 1999 Fejezetek Hidas történetéhez. Hidas. Hi­das Község Önkormányzata ZENTAI Tünde 1991 A parasztház története a Dél-Dunántúlon. Hn. (Pécs) Pannónia Könyvek 1995 A ,,hidasi kályha", a takaréktűzhely egy szokatlan változata. Ethnographia CVI. 1. 127-136. Tünde Zentai EINRICHTUNG DES HAUSES UND HOFES VON HIDAS Die für die regionale Einheit Süd-Transdanubien zuständige Museologin präsentiert in ihrer Studie den Einrichtungsplan eines Hauses dieser Region im Ungarischen Freilichtmuseum. Tünde ZENTAI suchte 1979 dieses Lehmhaus auf Steinfundament in Hidas (Komitat Baranya) aus, um das Haus von Zengővárkony, das als Heimatmuseum ein­gerichtet wurde, zu ersetzen. Das Wohnhaus mit zehn Räumen wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von deutschen Einwohnern gebaut. Am Beispiel dieses Hauses soll die Baukunst der deutschen Siedler in der Region Süd-Transdanubien, sowie die Wohnkultur und Lebensweise der Sekler aus Bukovina vorgestellt wer­den. Diese Kleinregion in den Komitaten Tolna und Baranya wurde auch Schwäbische Türkei genannt. 1945 wurden die deutschen Siedler interniert und an ihre Stelle wurden hier - so auch in das Haus von Hidas ­Sekler aus Bukovina angesiedelt. Das sog. Langhaus wurde in drei Phasen gebaut und spiegelt die Ansprüche einer damaligen deutschen Großfamilie wider. Es beste­ht aus Stube-Küche-Stube-Sommerküche-Kammer­Wohkammer- Wohnkammer-Stall-Wagenschuppen­Scheune, in der Reihe nach. Im Mai 1945 zog die vierköpfige Familie Biszak aus Andrásfalva in das Haus, und bewohnte es bald, als die dritte Generation geboren war, als Großfamilie. Da aber die Männer im örtlichen Bergwerk, später im Mecsek-Gebirge arbeiteten, benützten sie der Wirtschaftsteil des Hauses nicht zweckentsprechend. (Die vier hinteren Räume werden im Museum auch nicht als Wirtschaftsräumlichkeiten eingerichtet, sondern eine Ausstellung wird hier unterge­bracht, die die Geschichte der regionalen Einheit zeigt.) Die Einrichtung des Hauses stammt von der Familie Biszak, die heute noch im Originalhaus in Hidas wohnt. Die 622 Gegenstände sind zum Teil deutsche Objekte, zum Teil waren sie Eigentum der Sekler in Hidas. Das Wohnungsinnere, der Hof und die Pflanzen führen den Zustand im Herbst 1959 vor Augen. Es ist eine zusam­mengesetzte Kultur, in der die Objekte der Sekler und der Deutschen, die traditionelle Welt der Bauer, sowie Fabrikwaren und kleinbürgerliche Gegenstände vertreten sind. Die Einrichtung ist den Ansprüchen der Familie angepasst. Das alte Ehepaar benützte die erste Stube und die Küche, sowie die Sommerküche und die Hofseite der Kammer. Das junge Paar mit zwei Kindern bewohnte die Stube, den hinteren Teil der Kammer sowie eine Wohnkammer (als Küche). In der ersten Stube steht ein hohes Sekler Zierbett und neben der mit Blumen bemalten Brauttruhe aus Andrásfalva der Frau Biszak stehen Produkte des deutschen Möbelgewerbe. Der Wohnteil der Jungen ist moderner: in der hinteren Stube steht ein "bürgerliches" Doppelbett, ihre Küche ist mit Fabrikmöbel eingerichtet. Im Museum, wie auch in Hidas, trennt den Hof ein schöner, geschnitzter Zaun mit Steinpfeilern, sowie Eisentore von der Strasse. Vor dem Haus befindet sich ein Blumenbeet. Dem Haus gegenüber, im Hof etwas nach hinten gerückt stehen die Nebenbauten: der aus Ág herüberbrachte, anspruchsvolle Ziegelbrunnen, der von Ferenc Biszak selbst gemachte Hühnerstall, dahinten der in Hidas angeschaffte deutsche Schweinestall. Ein Leistenzaun mit Brettertor teilt den Hof in einen vorderen und hinteren Hof, und ein ähnlicher Zaun trennt den Hof vom sich weiter nach hinten erstreckenden Hofteil. In der aus neun Bauernhöfen bestehenden regionalen Einheit ist der 2003 fertiggestellte Hof von Hidas das zweite Gebäude auf der linken Seite der Museumstrasse. Nur der Brunnen und der Schweinestall sind herüberge­bracht, die anderen Bauten sind hier als Reproduktion aufgebaut, da der Wunsch bestand, das Haus in Hidas selbst zu bewahren, wie auch dasjenige Haus, das unser Gebäude ersetzen soll.

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