Kassák Lajos: MA buch (Berlin, 1923, Facsimile: Kassák Múzeum, 1999)

12 wir singen die blumen unsrer armut und die sonne wandert über uns durch unermeßliche zonen einsam wie immer bin ich glasglocken vögel schlafen in ihren hänge­matten trauerbrunnen große hoffnungslose trauerbrunnen und gejohle wir alle sind ins schwarze haus gesperrt kork und der träum der jungen mädchen unter meinem tasten verschwimmen hungrige dörfer sibiriens wie lätnmer wir fahren du weißt das ist unser leben in den salzsäulen des staunens wer löschte die lampen aus zuweilen fühlen wir die märzwinde bäume marschieren turmwärts eisgruben horchen grauen unter wölken fliegt ein roter engel rühren rühren die trommeln wegweiser wo unser tod vorbeiführt glaube mir das ist der eingeschrumpfte punkt blut und mark schreien aus mir die jähre leben an licht und elektrizität wir bleiben hier stacheln uns zum fluge doch sind aus gummibändern wie die feiertage strecken tut weh und die hügel streckten sich auf denen wir hätten wandeln mögen. 36

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