Déry Tibor: Kék üvegfigurák. Elbeszélések 1920–1929. Versek 1916–1937 (Déry Archívum 2. Magyar Irodalmi Múzeum, Budapest, 1998)

Erzählungen

und die kleinen Schnecken krochen langsam die Mondstrahlen hinauf. Das Licht des gegenüberliegenden Cafehauses schlug über die Mauer. - Ich will leiden - sagte die Glasfigur - und die verschnupften Menschen pflegen! - Der Kranke klopfte ihm auf den Bauch. - Sagen Sie nicht solche Sachen - sagte er - sonst werde ich schwach. Schon habe ich Kopfweh! ­Es wurde Sommer, die Schwalben flogen um die Schänke hemm, der Kranke wollte nicht aufstehen. Im Winter sagte die Glasfugur: - Gehen wir jetzt! - Der Kranke wurde immer schwächer. Mit seinem Arm griff er in das Fenster des Wirtshauses, hob einen Krug voll Rosmarinduft über die Stime. Wenn ihn die Glasfigur berührte, magerte er sofort ab. Nach Jahren konnte er nur mehr mit ersterbender Stimme fluchen. Die Glasfigur flog auf das Dach und schaute traurig auf die Erde zurück. Der Kranke setzte sich mit sichtbarer Erleichterung auf und ass schnell eine Ratte. - Wetten wir! - sagte er - ich wäre an dieser chronischen Augenentzündung gestorben. Wer kann einen solchen Glanz aushalten? Ehren wir sein verehrungswürdiges Andenken mit einem Turm aus schönem Rosenquarz und schwenken wir auf den Knien massive Liliensträusser! ­- Wieviel Zeit haben wir vergeudet! - sagten die Glasfiguren, als die Mittlere zurückkehrte. Ihre Bmst war dunkel, ihr Hals gebogen und ihre Hände in Scherben geschlagen. *** Der Vogel sagte: - Tanzen wir im Gras, wenn die Sonne aufgeht! - Die Glasfiguren fassten sich an der Hand, überholten den Schatten, bohrten ihm ein Loch in den Bauch. Alles kam heraus, was drinnen war: das Feuer, die Häuser, die Tiere, die Blumenstöcke, die Erde, der Bräutigam, die Braut und die Menschen. Die Engel niesten. Der Vogel sagte: - Es ist nichts geschehen. In: Der Sturm, Sept.-Okt.-Mov., 1923. S 129-135., 155-160., 173-176. - Keine Hand- oder Maschinenschrift überliefert. ­Ungarischer Titel: Kék üvegfigurák Bisher unveröffentlicht. In diesem Buch: S. 153-169.

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