Déry Tibor: Kék üvegfigurák. Elbeszélések 1920–1929. Versek 1916–1937 (Déry Archívum 2. Magyar Irodalmi Múzeum, Budapest, 1998)

Erzählungen

veilchenblau leuchtender Nebelkreis eilte an ihnen vorbei, mit verschwommener Moll-Musik. - Mein Weg führt zu Gott - sagte sie. - Aber welcher ist dieser Weg? ­Der Tote wackelte rasch von dannen. - Was kümmert es mich? - sagte er. - Glauben Sie, ich habe keine grösseren Sorgen? Ich muss meinen Grossvater suchen, dem ich versprechen habe, ihm das Ergebnis meiner Untersuchungen mitzuteilen. ­Hinter Nebel flog ein alter Leichnam mit geschlossenen Augen. Geschwärzte Schwäne schwammen schreiend über der Menge. Oben war grosses Gedränge. - Sahen Sie nicht Miss Jackson? - kreischte ein Säugling, in der linken Hand eine grosse Schnarre drehend. Ein junger Toter stellte sich höflich vor. - Ich habe meine Telefonnummer vergessen - sagte er - Berlin-Lützow ... aber weiter ... ? Gedunsene Wasserleichen schwebten wie Luftballons, welche Schande! - Femrohr ... Femrohr! - rief man - für einen Penny kann man auf die Erde hinunterschaucn. - Jemand ass ein Butterbrot. - Wo sind die Engel? - fragte die Glasfigur verzweifelt. - Hier suchen Sie Engel? - sagte eine Frau. - Kommen Sie denn nicht von der Erde? ­In der Feme brummelte noch das Gesicht des Mondes, plötzlich entstand Klavierbrausen, der schaukelnde Schatten eines grossen Elefanten tauchte aus der Tiefe empor, die Toten zerstieben in alle richtungen und die Glasfigur blieb allein im Raum. Sie griff mit der Hand nach hinten, denn sie verspürte einen gelinden Stoss in der Gegend ihres Gesässes. - Wie viel Zeit haben wir vergeudet? - sagten die Glasfiguren, als die Älteste zurückkehrte. Ihre Stirne war glanzlos, aus den Knien starrten Domen und die Gebetbänder hingen zerbrochen aus ihrem Mund. Abends bogen sie um die Ecke. - Bleib stehen - riefen sie - bleib stehen! ­Sie keuchten müde und sagten: - Langer Weg ... schwerer Weg ... nicht ermüden ... nein ... ­Der Schatten rollte auf einer Schwefclkugel durch die Texasstreet. Ein verführerisches Lächeln hing ihm von den Pferdezähnen und aus seinen Augen strahlte die verehrungswürdige Traurigkeit alter Jungfern. Er hob den Rock hoch und kreischte mit dünner Stimme zwischen den Bogenlampen. Das dauerte drei Jahre. - Was isst Du? - fragte er eine alte Frau, die auf der Schwelle sass. - Nichts! - sagte die alte Frau. Sie gingen zu zweit weiter. Ein tiefer Tintenfisch schwamm in den Kanälen, steckte manchmal seinen Kopf heraus und schaute mit roten Augen auf das Trottoir. Auf einer Bank unter einem Baum lag ein Goldgräber.

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