Arany János - Győrei Zsolt (szerk.): Der ruf der Nachtigall (Budapest, 2019)

IV - „Auf mir sorgt er für Größe, und unten ist er tief” - Brückenweihe

Brückenweihe „Alles oder nichts!“ - spornt er sich an. Die Karte fliegt, das Spiel beginnt, Jetzt ist es vollbracht, riskiert, getan. Die letzte Chance! Ob er gewinnt? - Der junge Mann, fast noch ein Kind. Und diese Karte, sie bringt kein Glück, Auf seiner Stirn stellt Blut sich ein, Alles vorbei, kein Weg führt zurück, Jetzt ist er hoffnungslos allein, Wankt in die schwarze Nacht hinein. Vor ihm der Strom, die neue Brücke, Auf ihr wehen bunte Fahnen, Menschen in vollem Feierglücke, Musik erklang auf ihren Bahnen, Margarethe sei ihr Namen. Der Junge läuft bis in die Mitte, Wo sich die Brücke kunstvoll schließt, Glocken übertönen seine Schritte, Das Läuten, das den Tag beschließt, Sternenlicht, das im Wasser fließt. Und als die vielen Glocken schlagen, Die eine zart, die andre tief, Schaut, was ihm Wellen und Sterne sagen, Manch Schatten rührt sich, der da schlief, Der eine stumm, der andre rief. Zunächst ist nur ein Kopf zu sehen, Dann zeigt sich die ganze Gestalt, Jetzt beginnen sie, sich zu drehen, Jubel bricht aus, es rauscht und schallt, Brückenweihe mit Geistergewalt. Los jetzt! ... Wer fängt an? Das Liebespaar! Beide unschuldig ganz in Weiß, Endlich vereint stehen sie da, Ein Glück, das nur der Tod verheißt, Springen, so lautet ihr Geheiß.

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