Török Dalma (szerk.): Heinrich von Kleist. Miért éppen Kleist? (Budapest, 2016)

Függelék - Az irodalmi szemelvények lelőhelyei - Rövidítések jegyzéke

Friedrich Pfäfflin wurde mit seinem bibliophilen Engagement zu einem Vorbild für viele von uns, seine in Marbach ins Leben gerufenen Reihen erwähnte man hierzulande als die schönsten Beispiele einer populär- wisschenschaftlichen/wissenschaftlichen Tätigkeit im Bereich der Museologie, so etwa die gerade mit W. Barthel herausgegebene Reihe Frankfurter Buntbücher vom Anfang der 1990er Jahre. Das Interesse des Literatur­museums Petőfi am Kleist-Museum ließ ebenso wenig nach wie jenes der ungarischen Leser und Theaterbe­sucher an den Theaterstücken des namensgebenden Autors. Es erschienen immer mehr ungarische Überset­zungen seiner Werke, seine Präsenz am Theater wurde beständig, die theoretischen Aufsätze sprachen von der „verblüffenden Modernität“ Kleists. Innerhalb des ICLM pflegten wir Anfang der 2000er Jahre eine ausge­sprochen gute Beziehung zu dem damaligen Leiter des Museums, Lothar Jordan, dem Literaturhistoriker und Herausgeber der Beiträge zur Kleist-Forschung. Dank Thomas Trabitsch, dem Direktor der Wiener Theatermuseums, durften wir während des Kleist-Jahres anlässlich des 200. Todestages Kleists die Bekannt­schaft mit Dr. Wolfgang de Bruyn machen. Wir möchten uns bei ihm dafür bedanken, dass er sich unseres im Laufe der Jahre zunehmend größeren Interesses an Kleist angenommen hat und die von ihm geleitete Institution zu unserem Partner bei der Präsentation des „ungarischen“ Kleist wurde. („Kleist, der Ungar“ - unter diesem Titel veranstaltete das Berliner Collegium Hungaricum 2011 ein Festival.) Wir wollten keine traditionell biografische Ausstellung organisieren, die in ihrer Chronologie und Struktur einen Bogen von der Geburt bis zum Tod spannt, das hätte vielleicht auch der zu präsentierenden Persönlichkeit Kleists widerspro­chen. Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit möchten wir, indem wir uns in erster Linie auf die intensive ungarische Kleist-Rezeption stützen, vermitteln, welch umfangreiches Lebenswerk der schon fast als ein Loser zu bezeichnende, mit sich selbst und der Welt unzufriedene, jung verstorbene Autor geschaffen hat, das bis zum heutigen Tage fruchtbar auf die Entstehung ungarischer literarischer Werke wirkt. In unserer Ausstel­lung sprechen seine ausgezeichneten Übersetzer von ihm als einer „hautnahen“, „dialogfähigen Persönlichkeit“, die auch aus einer Distanz von 200 Jahre fähig ist, ihre Leser „einzuverleiben“, zu einem zeitgenössischeren Zeitgenossen zu werden als manch einer der heutigen ausländischen Schriftsteller. Warum gerade Kleist? Weil er ein Autor ist, der in unserer Sprache mit seinen „unglaublich großartigen Werken“ bis heute - oder sogar zunehmend mehr - eine derartige Wirkung ausübt, dass er selbst zu Beginn 133

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