Schultheisz Emil: Traditio Renovata. Tanulmányok a középkor és a reneszánsz orvostudományáról / Orvostörténeti Közlemények – Supplementum 21. (Budapest, 1997)

7. Beitrag zur Pestliteratur des Spätmittelalters

51 nannten spätmittelalterlichen Arztes bereits vorkommt, wie auch ,,plebani" bedeuten. Doch liegt der Gedanke näher, dass der Besitzer derjenige Bartholomaeus de Moñs ñberg war, der auch die erste Abhandlung im Kodex niedergeschrieben hat. Der Explicit des , ,Opus de pas­sióñé domini '' lautet: , ,Passio hecper me quondam predicatorum Bartholomaeum de Moñs ­ñberg in civitate leutschaw conscripta et praedicata ... anno domini 1453 in die S. Ger­man ..." (fol. 61b). Sollte der erste Besitzer — der vielleicht das Manuskript eigenhänding kopiert hat — nicht der Bartholomaeus Plumbini, sondern der Kleriker Bartholomaeus von Monstriberg sein, so ist das Vorkommen des medizinischen Aufsatzes des Albicus in dieser vorwiegend theologischer Sammelhandschrift immerhin gut verständlich. Anderen Ortes habe ich schon daraufhingewiesen, dass im 15ten Jahrhundert in Mitteleuropa, insbesonders in Ungarn und in Böhmen sich noch zahlreiche Kleriker mit der Arzneikunde teoretisch wie auch praktisch befasst haben 1 5. Albicus selber war ja auch hoher Priester. Wenn er den erzbischöflichen Sitz in Prag auch nur kurze Zeit inne hatte, so war er doch jahrelang Propst von Vysehrad und Olmütz. Seine Stellung als Kleriker hinderte ihn nicht in der Ausübung einer ausgedehn­ten ärztlichen Praxis und an der Dozentur der medizinischen Fakultät, was seinen teoreti­schen Niederschlag in seinen reichen medizinischen Werken hatte. Aus den demonstrierten Textproben ersichtlcih, diente die hier besprochene medizinische Abhandlung zum Zwecke der täglichen Praxis. Der Doctor Albicus müss e demnach einen ungewöhnlich grossen Einfluss auf das medizinische Leben von Mitteleuropa ausgeübt haben. 1 5 Schultheisz, E.: Gedruckte liturgische Bücher als medizinhistorische Quellen. Janųs, 48, 1959, 49ff.

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