József Antall szerk.: Aus der Geschichte der Heilkunde / Orvostörténeti Közlemények – Supplementum 13-14. (Budapest, 1984)

Ungarische Topographie geschützter Apothekeneinrichtungen von historischem und kunstgewerblichem Wert (M. Vida)

gen sind die Türrahmen mit reichen, holzgeschnitzten Säulenköpfen (Lyze­nen) versehen. Der untere Teil ist als zu öffnende Bank ausgebildet und enthält Schubfächer. Ein zeitgenössischer Taratisch existiert nicht. Zubehör: Taratisch, erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. Möbel im Empirestil und Hufeisenform. An beiden Enden in einer Zelle mit dorischen Säulen (blau bemalt) eine Hygieia- und eine Äsculap-Skulptur im klassizistischen Stil. Oflizinmöbel, 18. Jahrhundert. Barocke Stellage mit gräulicher Bemalung und Marmor versehen, auf den einzelnen Fächern mit Kartusche. Barocke Uhr. Durchbrochen, in geschnitzeter Kartusche. Presse. 18. Jahr­hundert. Mörser. Kupfer, 1752. Holztiegel (160 Stck.). Mitte des 18. Jahrhunderts Komitat Győr-Sopron Einrichtung im Museumsbesitz Széchényi­Apotheke (ehemalige Jesuitenapotheke) (1654) (Gyó'r, Széchenyi tér 9) Die im südwestlichen Flügel des Benediktinerordenshauses aufgestellte Apo­theke trägt den Namen „Altes Arzneihaus". Das Ordens haus wurde zwischen 1651 und 1667 erbaut. Das schönste ungarische innenarchitektonische Ofñzindenkaml. Die Gewöl­bedecke mit Rokokostuckverzierung wird durch fünf Fresken geschmückt : in der Mitte Marias Himmelfahrt und in den vier Ecken je eine Heilpflanze darstellende Wandmalerei. Die in ovalem Rahmen befindlichen Engelfiguren (Stuck) symbolisieren die einzelnen Jahreszeiten. Über und hinter dem Tara­tisch halten zwei Engelfiguren einen Holzrahmen. Die reich geschmückte Decke reicht weit in die Seitenwände hinein. Rokoko, 18. Jahrhundert. Aus dem ursprünglichen Interieur sind zwei eintürige verglaste Arznei­schränke (Vitrinen) im Rokokostil verblieben. Die Schränke werden von vier Negerfiguren auf einem Podest getragen, mit bemaltem Eichenlaubschurz undKrone. Die weißbemalten Schränke sind mit charakteristischen goldenen Spirallinien verziert. Am oberen Teil, rechts und links vom Gesims ist jeein arabischer und ein griechischer geschnitzter bärtiger Kopf zu sehen, welche die arabische und die griechische Medizin symbolisieren. Die Vitrinen sind zu beiden Seiten der Offizin aufgestellt. Die Apothekeneinrichtung ist barock inspiriert und modern. Sie wurde ent­worfen von Gábor Mezei (1971). Das mit Nußbaum furnierte Möbel wurde — der alten Apothekenbezeichnung zufolge — mit „stilisiertem" Engels köpf und Flügeln ausgebildet. Die Stellage hinter dem Taratisch ist mit Kunst­138

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