József Antall szerk.: Aus der Geschichte der Heilkunde / Orvostörténeti Közlemények – Supplementum 13-14. (Budapest, 1984)

Ungarische Topographie geschützter Apothekeneinrichtungen von historischem und kunstgewerblichem Wert (M. Vida)

der früheren Einrichtung bemalt bzw. durch sezessionistischen Schmuck ergänzt. Somit gewann sie ihr heutigen eklektisches Bild. Die Abwechslung zwischen offenen Regalen, Spiegelschrank bzw. offenen Schränken mit ge­schnitzten Rahmen liefert ein wechselvolles Bild. Das Gesims wird in der Mitte von einer charakteristischen Schnitzerei in Rokokolinienführung (Schnecken) mit Palmetten verziert. Die frühere Neorokoko-Einrichtung zieht sich bis zu der halbkreisförmigen Eckvitrine—bestückt mit Zucker­hutschnitzerei. Der ursprüngliche, aus zwei Stücken bestehende Taratisch weist eine ähnliche Verzierung wie die Stellage auf, ist vorn mit Glastüren versehen, hinten mit modernisierter sowie moderner technischer Ausrüstung ausgestattet (Drephlatte, Hängekasten usw.), die Tischplatte besteht aus Veronaer Rotmarmor. Die Einrichtung des hinteren Raumes — Galerie und Kellerstufen — ist im Sezessionsstil gehalten und stammt vom Ende des 19. Jahrhunderts. Ähnlich wie das wieß bemalte Sezessionsmöbel wurde auch die frühere Einrichtung weiß bemalt. Der Schmuck schließt sich dem der Neorokoko-Möbelstücke an. Auf der Galerie wechseln sich zu beiden Seiten Glas- sowie Kassettentüren ab, in der Mitte oben in einem durchbrochenen verzierten Rahmen eine runde Uhr. Das Geländer besteht aus durchbroche­nen Kartuschenschnitzereien, dazwischen gedrechselte Säulen. Das Interieur liefert in seinem ĥeųi gen Zustand ein schönes Beispiel für eine harmonisch abgestimmte moderne Apothekeneinrichtung mit Denk­malswert. Die Einrichtung hat von außen gesehen ihr ursprüngliches Bild eines Kunstdenkmals bewahrt, wurde aber gleichzeitig von hinten — an von außen nicht sichtbarer Stelle — mit modernen technischen Einrichtungen versehen. Die Apotheke stellt in ihrer gegenwärtigen Form die schönste und zugleich die frequentierteste Budapester Apotheke dar. Zubehör: Schlangen-Emblem. Italienisch, 17. Jh. (In der Auslage eine Kopie, — Originalexemplar befindet sich im Apothekenmuseum „Goldener Adler".) Römische Kaiser-Apotheke (heute: Lajos-Winkler-Apotheke) (1784) (Bp. VIII., Mező Imre út 32) Apothekenhaus, klassizistischer Still, die Apotheke befindet sich hier seit etwa 1820. in der Wasserstadt, Fü u. 54. Eklektisch, neogotisch, zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts Heilige Stephan-Apotheke (heute: König Stephan-Apotheke) (1795) (Bp. VII., Landler Jenő u. 17) Eklektisch-neogotisch, 1899. Goldene Kreuz-Apotheke (heute: Parlamentsapotheke) (1888) (Bp. V., Münnich F. u. 24) Eklektisch-Neorenaissance, 1888. 132

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