József Antall szerk.: Aus der Geschichte der Heilkunde / Orvostörténeti Közlemények – Supplementum 13-14. (Budapest, 1984)

Medizinhistorische Bibliothek (G. Buzinkay, V. R. Harkó, K. Kapronczay)

Hufelands, das Journal der Practischen Arzneykunde und Wundarzneykunst (Jena, 1795—1844) und die Bibliothek der Practischen Heilkunde (1790—1843). Im Laufe des 19. Jahrhunderts nahm die Zahl der medizinischen Zeitschriften stark zu, und in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts wuchs ihre Zahl im Laufe der Spezialisierung in noch bedeutenderem Maße. Von großem Wert sind die europäischen medizinischen Wochenschriften, die als charakteristische Zeit­schriftentypen dieser Zeit ab der Mitte des vergangenen Jahrhunderts erschie­nen und in ihrer Mehrheit auch heute noch erscheinen. Wir verfügen auch über eine bedeutende Sammlung dieser Zeitschriften bis einschließlich des zweiten Weltkrieges. Solche Wochenschriften sind die Wiener Medizinische Wochen­schrift (1851—1944), die vor allem in dem Jahrzehnt nach dem Freiheitskampf von 1848/49 für die ungarische Ärztegesellschaft von großer Bedeutung war, die Münchener Medizinische Wochenschrift (1854—1944), die Deutsche Medizi­nische Wochenschrift (1854—1944), und das British Medical Journal (1878— 1949). Wegen ihrer ungarischen Relationen und ihrer Wirkung zählen auch die in Wien erscheinende Allgemeine Wiener Medizinische Zeitung (1856—1910) und die Wiener Medizinal Halle (später : Wiener Medizinische Presse, 1860— 1907) zu den bedeutenderen Periodika. In unserer Sammlung ist auch eine der medizinischen Fachzeitschriften von universaler Bedeutung, das von Virchow redigierte Archiv für Pathologische Anatomie und Phasiologie und für Klinische Medizin (das heutige Virchows Archiv ) zu finden (1847—1931). Zu den wichtigeren Zeitschriften der Sammlung zählen auch Lancet (1873—1949), Journal of American Medical Association (1913—1949), Anna s of Surgery (1905—1927) und The American Journal of Surgery (1930—1944). Interessant sind auch zahlreiche Organe der im vergangenen Jahrhundert verbreiteten Heilmethode, der Homöopathie : Archiv für die Homöopathische Heilkunst (Leipzig, 1822—1837), Allgemeine Homöopathische Zeitung (Leipzig, 1837—1939), Österreichische Zeitschrift für Homöopathie (Wien, 1844—1863) und von den ungaririschen Veröffentlichungen: Hasonszenvi Közlöny (Hom­öopathisches Mitteilungslbatt; Eger, 1864—1865), sowie dessen Fortsetzung Hasonszenvi Lapok (Homöpathische Blätter; Pest, 1866—1876) und die Hom­öopathia (Budapest 1895—1898). Unter unseren ungarischen Zeitschriften stellt die erste wirklich medizinische Fachzeitschrift einen großen Wert dar : Orvosi Tár (Ärztemagazin, 1830—1849), gegründet von Pál Bugát, redigiert von Ferenc Flór, von der wir alle Jahrgänge besitzen. Die erste ungarische medizinische Wochenschrift, Orvosi Hetilap (Ärztliches Wochenblatt), erschien zum ersten Mal 1857 in der Redaktion von Lajos Markusovszky. Im Rahmen dieser heute noch bestehenden Zeitschrift erschienen als Beilagen wichtige Periodika der Fachliteratur, so: Szemészet (Augenheilkunde), Nő- és Gyermekgyógyászat (Frauen- und Kinderheilkunde) — redigiert von Ignác Semmelweis —, Közegészségügy (Öffentliches Gesund­114

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